SIGINT

Hardhack / SIGINT 2010: We are looking for your hardware hacking workshops!

SIGINT 2010 also hosts Hardhack, the open hardware hacking workshop event. There are still slots available in the workshop programme, so apply for one now!

Here’s how to do it, in the form of a very special message from the organizers of the Hardhack sub-conference:

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hardhack will be all hands-on workshops and/or demos. what does that mean? that means that there will be no powerpoint presentations, no blah blah, only hands-on workshops or demonstrations. there will be no video projectors, so if you require that for your workshop, please rethink and prepare printed or digital handouts to convey the information you need to share.

example topics for hands-on workshops or demos at hardhack (these are not limiting, be creative!): building hardware from a kit you designed, reverse engineering existing hardware, wearables, washable circuitry, building sensors from scratch, 3d printing, diy manufacturing, reversing firmware on existing hardware, open source hardware, fun with embedded device firmware, blinky stuff, robotics, audio hardware, vehicle modding, circuit design, or anything fun your brain can output for a hardhack workshop.

submit your workshop/demo to mail att hardhack dott org with the following info:

  • workshop/demo title
  • workshop/demo description
  • workshop/demo time requirement (please estimate as well as you can)
  • your contact info: email, website, cellphone number
  • approximate parts cost for participants (kits or other materials you will provide)
  • required and suggested materials for participants to bring (examples: laptop, usb/serial adaptor, hackable stuff)
  • any questions you may have

once workshops are accepted, there will be a sign up list for each workshop to determine which ones make the cut. this reduces the empty / too-full workshop syndrome and allow for a maximum of hardware hacking! hardhack will be a sub-conference of SIGINT this year, and all entry costs for participants will apply. travel costs for persons giving workshops at hardhack can not be covered, but the entry cost to SIGINT will be covered. the call for workshops for hardhack is separate from the call for papers for SIGINT, you are free to apply to both if you like. selling kits for your workshop is fine, but please keep the costs fair and transparent from the beginning. hardhack will have the space for about 200 participants, sign ups for workshop participation will go online as soon as each workshop is approved.

any questions? mail att hardhack dott org.

Der Datenbrief bei der SIGINT

sigint 2010

Auf der SIGINT 2010 vom 22. bis 24. Mai im Kölner Mediapark wird auch die Idee des Datenbriefes diskutiert werden. Frank Rosengart wird am 23. Mai (!) um 12 Uhr das Konzept vorstellen, dessen wichtigstes Ziel es ist, etwas mehr Transparenz in den Datendschungel zu bringen.

Der Chaos Computer Club schlägt vor, eine Art Kontoauszug für persönliche Daten einzuführen. Einmal jährlich sollen Firmen ihre Kunden und Behörden die Bürger über die gespeicherten Daten informieren. Und auch darüber, ob Daten weitergegeben worden sind und warum. Ein positiver Nebeneffekt soll es sein, daß eine unnötige langfristige Speicherung von Daten damit zur Belastung wird und Firmen vielleicht darüber nachdenken, ob man sie nicht einfach löschen kann. Dafür bringt der Datenbrief zwar einige Bürokratie mit sich, kleine Unternehmen sollen aber ausgenommen werden.

Der betroffene Bürger soll endlich einen Überblick bekommen, wer was über ihn weiß. Dafür müßten sich die Firmen und Behörden ein gutes Stück weit in die Karten schauen lassen – schließlich soll der Datenbrief auch berechnete Daten wie Scoring-Werte enthalten.

Seit die Idee veröffentlicht wurde, gab es einerseits breite Zustimmung, andererseits auch viel Kritik. Die größte Überraschung war die Reaktion des Bundesinnenministeriums, das prompt zu einem Gedankenaustausch über eine mögliche Umsetzung einlud. Jetzt ist es an der Zeit, Kritik aufzunehmen und den Vorschlag nochmal zu justieren. Franks Vortrag gibt dazu einen Überblick über das Konzept des Datenbriefes, mögliche Probleme bei der praktischen Umsetzung und über die Gegenargumente aus Politik und Wirtschaft.

Mitdiskutieren ist explizit erwünscht.

Wer ansonsten weiter auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte übrigens den SIGINT10-Twitter verfolgen.

SIGINT 2010: Der Fahrplan ist da!

Die SIGINT ist eine Konferenz zu den Diskursen im digitalen Zeitalter, veranstaltet vom Chaos Computer Club e. V. im KOMED in Köln, Deutschland{.mw-redirect}, vom 22. bis 24. Mai 2010. Bei der SIGINT geht es um Mitwirkung und Veränderungen, um gesellschaftspolitische Forderungen und Utopien, um Hacktivismus, kreative Normverletzungen und Spaß am Gerät.

Der Fahrplan wurde am ersten Mai veröffentlicht und ist hier einzusehen.

Auf Netzbewohner und Aktivisten wartet unter anderem: ein Panel und Vorträge zu ELENA und dem digitalen Steuerbürger, ein (lösungsorientiertes!) Panel zu den Anforderungen an ein neues Urheberrecht, ein international besetztes Podium zum Thema Frauen & Geek-Kultur, eine Rundreise durch die Welt der Internet-Zensur, praktische Anleitung zur Zensurumgehung, Anonymität im Netz, Update zum Modell der Kulturflatrate, Vorträge zu den Themen Internetkriminalität, Botnets, Open Government, Hacking Digitized Cities, Globalisierung der Überwachung und Datenschutzaktivismus, Open Music und freie Musikkultur, Identitäts-Kriege, der Suche nach dem “imaginären Eigentum”, Culture Jamming und Medienaktivismus, Politikerneusprech, Geschichte der Piraten (in der Karibik, nicht in der Parteienlandschaft) und die europäische Uraufführung eines vielbeachteten Dokumentarfilms zu Interactive Fiction und Textadventures.

Aber das ist noch nicht alles. Hacker, Hackerinnen und sonstige tastaturbedienende Spezies sowie technisch kreative Zwergkaninchen können sich u. a. freuen auf: Vorträge und Workshops zum Hacking von Mobiltelefonen und EU Radio Spectrum Policy, „esoterische“ Programmiersprachen, Programmieren in der Demoscene, Keykeriki V2, das Abfangen von Tastaturabfragen via Funk sowie, natürlich, für die Chaos-Familie: das übliche Chaos-Familien-Duell und den Chaos-Jahresrückblick.

Neu ist, daß die SIGINT dieses Jahr gemeinsam mit der Hardhack stattfinden wird. Diese richtet sich besonders an “Maker”, Baustler und alljene, die gerne den Lötkolben schwingen.

Die Eintrittspreise liegen bei 60 Euro für eine Dauerkarte (gültig alle drei Tage), 30 Euro für eine Tageskarte, 40 Euro ermäßigt (nur für Schüler) sowie 250 Euro für ein Business-Ticket. Alle Karten sind ausschließlich an der Tageskasse gegen Bargeld erhältlich.

SIGINT News

sigint 2010

Die SIGINT 2010, organisiert vom CCC, wird vom 22. bis 24. Mai 2010 im Kölner Mediapark stattfinden, der Call for Papers läuft schon eine Weile. Wer immer aktuell informiert sein will, kann jetzt auch den Twitter verfolgen.

SIGINT ist eine Kontraktion aus SIGnal INTelligence, das in etwa Fernmeldeaufklärung oder elektronische Aufklärung bedeutet.

SIGINT 2010: Call for Papers veröffentlicht

Vom Samstag, den 22. Mai bis Pfingstmontag, den 24. Mai 2010 findet in Köln die SIGINT, die Konferenz für Hacker, Netzbewohner und Aktivisten, statt.

Unser Beitragsaufruf (“Call for Papers”) ist jetzt online und kann unter https://events.ccc.de/sigint/2010/wiki/Beitragsaufruf begutachtet werden.

Worum geht es? Um die Zukunft!

Die Welt der Atome und die Welt der Bits funktionieren nach vollständig unterschiedlichen Prämissen. Dort, wo sie aufeinanderstoßen (und das geschieht in letzter Zeit immer häufiger), ergeben sich für die Gesellschaft Spannungen, Chancen und Chaos, das es zu erforschen gilt.
Die Bedeutung von immateriellen Gütern nimmt immer weiter zu, während die Produktionskosten sinken. Traditionelle Märkte verlagern sich in den virtuellen Raum, die Musikindustrie verdient ihr Geld mit Handytönen und Ideen kommen direkt aus dem 3D-Drucker, während liebgewonnene soziologische Begrifflichkeiten zum World Processing wie die Arbeiterklasse komplett nach China ausgesourct werden. Identitäten werden in sozialen Netzwerken jenseits von Nationen und Geschlechtern konstruiert, und trotzdem gibt es immer noch die Welt der Dinge und der Internetausdrucker als allzu gegenwärtigen Gegenpol. Es ist grade dieser Verlust von Schranken, der einerseits den totalen Überwachungsstaat ermöglicht und andererseits den Individuen bisher unbekannte Möglichkeiten der Entfaltung bietet, bis zum Horizont und viel weiter.

Es geht um neue und alte Räume. In der digitalen Gentrifizierung, in der Auseinandersetzung um die Grenzen der Stadt – dort wo sich das Neue und das Alte begegnen, findet ein Machtkampf statt. Burn the land and boil the sea, you can’t take the Net from me: Es ist diese Frontier und ihr Spirit, die treibende Kraft hinter Fortschritt und Reaktion, die uns auf der SIGINT beschäftigt. Es geht um Verstecke und Ninjas, offene Meere und Piraten, aber besonders um die Konsolen-Cowboys und -Cowgirls und wen auch immer und um das grenzenlose Neuland, wo Signale nicht zu stoppen sind und die Sonne niemals am Monitor spiegelt.

Wir wollen mit der Veranstaltung aktiv in die deutschsprachige und europäische Diskussion eingreifen, dabei sind uns folgende Themen besonders wichtig:

  • Highspeed-Internet und Society – Auswirkungen und Motivation
  • Persönlichkeitsrechte in der Gegenwart
    • Soziale Netzwerke, Phototagging
    • “Das Internet vergisst nicht”?
  • Bitrot
    • “Wo ist das Zeug von vor fünf Jahren?”, die digitale Apokalypse
  • Filesharingnetze
    • ACTA, Vergütungsmodelle, Urheberrecht
  • Individueller Personennahverkehr
    • Kennzeichenscanner, Streettrains, GPS-Geräte
  • Wissen und Bildung
    • Wikipedia, E-Learning
    • Google Books: die “letzte Bibliothek”
  • Biohacking
    • Wem gehören Gendaten?
    • Bodyhacking, Hörgeräte und Prothesen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Eliten im digitalen Raum
  • Realitätsabgleich CCTV
  • Mensch und Informationsflut, der Mensch als Produzent und Konsument von Informationen
    • Aufmerksamkeitsökonomie, Paranoia
    • Signal-Rausch-Verhältnis
    • “Private Daten schützen, öffentliche Daten nützen”?
    • Medienkompetenz und digitale Selbstverteidigung
  • Retrofuturismus, historische Vorstellungen über die Zukunft
  • Verschlüsselung
    • Gesellschaftliche Einsatzfelder und Folgen, Dual-use
  • Ubiquitous Computing
  • Mensch und Malware
  • GSM-Netze

Diese Liste ist im Zweifelsfall als Anregung zu verstehen. Unser Diskurs soll weit reichen, und wir werden jede interessante Einreichung mit Wohlwollen begutachten. Dabei müssen wir allerdings auch eine Auswahl vornehmen. Überrascht uns!

SIGINT 2009 audio and video recordings available

“For every month of preparation time that you did not have before recording an event add three months of work afterwards”. That might be a rule of thumb. Well, we had five days after spontaneously deciding to stand in and record SIGINT 2009. Due to the short preparation and setup time audio distortions occurred. If it would only have been for the notorious 50Hz/60Hz hum. Fortunately we were able to restore anything. Unfortunately this had to be done by hand.

But now the recordings have finally materialized! While most of the lectures were held in German there is also some english material available. The encoded SIGINT Video and Audio Recordings can be directly retrieved from ftp.ccc.de. Most people might prefer streaming video via media.ccc.de. We recorded in 720×576 DV, Stereo. The encoding was done in H.264 with AAC in an MP4 container.

For most of us recording and video-editing were a first-timer; an exception were the encoding people. While it was a hassle most of the time it was a chance to play with interesting hardware and learn something. Thanks to anyone who helped!

The recordings are licensed under a Creative-Commons-Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 Germany license. Please consider spreading and mirroring.

In the next few weeks a SIGINT-Doku will likely be made available.

Update: Torrent of all available audio materials

SIGINT 2009: Licht in den Vorratsdatendschungel

Neben der momentanen Aufregung um Zensur in der Netzgemeinde sollten wir nicht vergessen, dass es auch anderswo Probleme gibt. Mittlerweile ist die Vorratsdatenspeicherung bei Internet-Service-Providern europaweit eingeführt. Auch in Deutschland wird das Kommunikationsverhalten bis zu 6 Monate lang elektronisch festgehalten. Alle Provider ziehen mit. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Eine dieser Ausnahmen vertritt Dr. Marc Schütze, Anwalt des Providers QSC. Am ersten Tag hält er einen Vortrag zum Stand der Vorratsdatenspeicherung. Was Dr. Schütze erreicht hat, ist eine kleine juristische Sensation. So konnte er nicht nur gerichtlich eine Ausnahme von der Vorratsdatenspeicherung erwirken, sondern auch der Regulierungsbehörde untersagen lassen, dass QSC mit einer Geldstrafe zum Mitmachen bei der Datenschnüffelei gezwungen wird. Zivilcourage im Unternehmen oder Social Hacking mit dem Gesetzbuch könnte man das wohl nennen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ISPs, die sich über Möglichkeiten zur Rückgratstärkung informieren wollen, möchten möglicherweise ihr Unternehmen auf die Möglichkeit zur beruflichen Weiterbildung durch einen Besuch auf der SIGINT in Köln hinweisen. Und wenn sich ein weiterer ISP der Datensammelwut entgegenstellt, haben wir alle was davon.