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Komm mit auf die Intergalaktische Erfahrungsreise!

Komm mit auf die Intergalaktische Erfahrungsreise!

Liebe Datenreisende,

der backspace e. V., CCC-Erfa und Hackspace in Bamberg, lädt euch ein zur ersten Intergalaktischen Erfahrungsreise (IGER) vom 16. bis zum 18. September 2022 auf einem ehemaligen Industriegelände in der Ohmstraße 8 in Bamberg.

Die leerstehenden Produktionshallen werden mit Hackcenter und Bühne ausgestattet, um dann von euch wieder mit Leben gefüllt zu werden. Dazu könnt ihr eure Vorträge und Workshops bis zum 12. August 2022 um 23:42 Uhr MESZ in unseren Call for Participation (CfP) einreichen. Meldet euch gerne im Engelsystem an, wenn ihr während der Veranstaltung helfen wollt.

Tickets sind ab sofort verfügbar. Falls du an der Reise teilnehmen willst, dir aber aktuell kein Ticket zum vorgegebenen Preis leisten kannst, schreib uns eine E-Mail an tickets@fairydust.reisen und wir finden eine Lösung.

Alle wichtigen Infos findet ihr außerdem auf unserer Website. Neuigkeiten werden dort sowie per Mastodon (@erfahrungsreise@chaos.social) und Twitter (@erfahrungsreise) bekanntgegeben.

Wichtige Links:

Wir freuen uns auf euch!
Euer Reiseveranstalter “Fairydust-Reisen”
a.k.a. backspace e. V.

Chaosknoten Kit / Bausatz

Chaosknoten Kit / Bausatz

English version below.

Soldering at Camp 2015 at BlinkenAreaIn den letzten 16 Jahren hat die BlinkenArea nicht nur Licht- und Medienkunstprojekte umgesetzt, sondern auf den Veranstaltungen auch vielen Menschen das Löten näher- oder beigebracht sowie Zugang zur Microcontrollerprogrammierung geschaffen. Bei den Überlegungen, was es auf dem Camp 2019 Neues geben könnte, ist aufgefallen, dass es das offizielle Logo des CCC, den Chaosknoten, (noch) nicht als Lötbausatz gibt. Da Wau Holland das Logo entworfen hatte, wurde die Wau Holland Stiftung gefragt, ob der Chaosknoten als Bausatz angeboten werden darf, solange kein Profit damit gemacht wird und die Layoutdaten sowie die Software frei sind. Dem Projekt wurde zugestimmt. Weniger als einen Monat später existiert ein funktionierender Prototyp. Der Chaosknoten besteht aus 42 LEDs und kann 16 Graustufen darstellen. Es können verschiedene Animation abgespielt werden und / oder eigene hinzugefügt werden. Eine CR2032 Knopfzelle versorgt die Platine mit Strom.

Damit wir ungefähr abschätzen können, wie viele Platinen und Bauteile wir für das Camp bestellen müssen, brauchen wir eure Hilfe. Mit unserer aktuellen Kalkulation kommen wir auf einen Bausatzpreis von 15 € 10 €. Da wir häufig die Frage nach fertig gelöteten und einsatzbereiten Bausätzen bekommen, haben wir auch das angefragt und wir kommen auf einen Preis von 25 € pro Stück. Den Bausatz wird es nur mit den LEDs in orange geben, weil diese das beste Preis- Leistungsverhältnis haben. Wenn ihr einen Bausatz oder einen fertig bestückten Chaosknoten haben möchtet, dann schreibt uns eine E-Mail an: camp2019@blinkenarea.org.

Für das Camp 2019 gibt es eine Warteliste für nicht bis zum Tag 2 abgeholte Chaosknoten Bausätze, wenn du möchtest wird dein Bausatz zu einer Vorbestellung für den 36C3. Schreib uns eine E-Mail an: camp2019@blinkenarea.org.

Hinweis: Wir haben noch ein paar Bulb-Bausätze.

Bitte schreibt uns nur wie viele Bausätze und / oder fertige Chaosknoten ihr haben möchtet und ob ihr sie verbindlich reservieren wollt. Reservierte Chaosknoten bewahren wir bis zum zweiten Camp Tag auf und geben sie dann an andere Interessierte ab. Bitte schreibt keine Wünsche oder Fragen in diese E-Mails, wir zählen nur die Chaosknoten. Fragen & Kommentare zum Bausatz könnt ihr im BlinkenArea Blogpost loswerden, dann sehen die Antworten auch Leute, die eventuell eine ähnliche Frage haben.

Chaosknoten soldering board (back)

English version

Soldering at Camp 2015 at BlinkenAreaIn the past 16 years the BlinkenArea, has not only implemented light and media art installations. In addition, we have taught soldering and enabled access to microcontroller programming at several events. During the brainstorming what to do at Camp 2019, we realized that the official Logo of CCC, the “Chaosknoten“, does not exist yet as soldering kit. As Wau Holland has created the logo, we obtained permission to provide a Chaosknoten soldering kit from “Wau Holland Stiftung”. We just have to provide the hardware design and the firmware under a free license and are not allowed to make profit – which has anyways been our plan.

After getting the permission, we started working at the kit and less than a month later, there is a working prototype. The “Chaosknoten” consists of 42 LEDs, the printed circuit board and 6 other parts. The LEDs can be individually addressed and show 16 different brightness levels. The default firmware shows a few animations. The pins required for changing the firmware are available as pads on the back side of the board, so programming new animations is possible. A coin cell of type CR2032 supplies the power to the kit. It usually lasts for multiple days of operation until the LEDs do not light up any more.

For being able to estimate how many boards and parts we should order and to Camp 2019, we need your help. Based on our current calculations, we estimate the kit price to be 15 € 10 €. As we usually receive a number of requests for complete devices (i.e. everything soldered already), we also did the estimation for this variant, which resulted in a price of 25 € for a completed device. There will be only one option for the color of the LEDs: these will be orange, because of the optimum the price performance ratio of those LEDs. In case you would like to get a “Chaosknoten” kit or a completed “Chaosknoten”, please write an email to camp2019@blinkenarea.org.

For Camp 2019 there is a waitlist for kits not picked up by day 2 and/or if you want a pre-order for the 36C3, please write an email to camp2019@blinkenarea.org.

Note: Bulbs{.external.text} are still available.

Please write us only how many kits / completed “Chaosknoten” you would like to get and if you want to reserve them bindingly. We will keep reserved “Chaosknoten” until day 2 of the Camp. After this, they will be for sale to everybody. Please do not write wishes or questions in you email, we only want to count the number of “Chosknoten”. Feel free to post questions in the comments at the BlinkenArea blog post, so other people, who might have the same question, will be able to read the answer.

Photos: BlinkenArea

Das zwanzigste Türchen der #35C3 Memory Lane: Unter Terrorverdacht

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Das zwanzigste Türchen.

Die inflationäre Verwendung des Begriffs „Terror“ ist schwer zu ignorieren. Im Jahr 2007 jedoch gab Anne Roth auf dem Chaos Communication Congress einen persönlichen und bedrückenden Einblick in die Situation einer Familie, die plötzlich unter Terrorverdacht nach Paragraph 129a StGB steht.

In ihrem Vortrag „What is terrorism?“ zeigt sie, wie leicht man aufgrund vager Beschuldigungen des Inlandsgeheimdienstes mit Terrorvorwürfen konfrontiert wird und welche sehr realen Konsequenzen dieser Verdacht mit sich bringt: Über Monate werden von der Polizei Kommunikationswege von Familie und Freunden angezapft, das Wohnhaus videotechnisch überwacht, das Auto wird per GPS getrackt, Observationskräfte fahren in der U-Bahn mit.

35c3-calendar 20, anne roth

Anne Roth beim #24C3

Nachdem ihr Partner, der Sozialwissenschaftler Andrej Holm, verhaftet worden war, verarbeitet Anne Roth ihre Erlebnisse und ihren Umgang mit der polizeilichen Überwachung in einem Blog und macht so öffentlich, welche Auswirkungen die Überwachung auf ihren Alltag hat und mit welchen teils skurrilen Mitteln sie sich ihr zu entziehen versucht oder sie sogar kreativ für ihre eigenen Zwecke nutzt. Die Vorwürfe gegen ihren Partner erwiesen sich nach langem Kampf unter Einbezug der Öffentlichkeit schließlich als haltlos – das macht die traumatisierenden Erlebnisse ihrer Familie aber nicht ungeschehen.

Das 17. Türchen der #35C3 Memory Lane: Das Telefonmodell auf dem Schreibtisch

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Das siebzehnte Türchen.

Beim Chaos Communication Congress werden Rekorde gebrochen: Ob das beim heutigen Türchenvortrag der Fall war, ist leider nicht mehr nachvollziehbar, aber eine 1,92 Gigabyte große Präsentation klingt zumindest rekordverdächtig. Mitgebracht hatten sie zum 29C3 Ang Cui und Michael Costello. Ihr Vortrag „Hacking Cisco Phones“ war nicht nur reich an selbstgemalten Folien, sondern auch vollgepackt mit Informationen. In rasantem Tempo stellten sie vor, wie sie Peripheriegeräte durch eine Schwachstelle in einem weitverbreiteten Telefon von Cisco angreifen konnten.

35c3-calendar 17, ang cui, michael costello

Ang Cui, Michael Costello und das Cisco-Telefon auf dem #29C3

Besonders löblich: Sie spendeten ihre Geräte der Hardware-Hacking-Area, um auch anderen auf dem Congress zu ermöglichen, ihren Hack nachzuvollziehen. Nicht wenige Zuhörer dürften nach dem Congress an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sein und exakt dieses Telefonmodell auf ihrem Schreibtisch gefunden haben. Hacks wie die von Cui und Costello zeigen drastisch und trotzdem unterhaltsam, weshalb wir bei der Wahl der Technik, mit der wir uns umgeben, darauf achten sollten, was sie kann und was nicht.

Autism support @ #35C3

Autism support @ #35C3

(English version below)

So schön der Congress auch ist: Er kann auch erschlagend sein. Für Menschen (nicht nur) im autistischen Spektrum kann das eine besondere Herausforderung sein. Das Team c3auti lässt Euch damit nicht allein.

In Zusammenarbeit mit dem Awareness Team und dem CERT steht c3auti Euch an allen vier Congresstagen auf Wunsch zur Seite. Wir unterstützen in besonderen Situationen, stellen bei Bedarf Ruheräume zur Verfügung und sind an allen Tagen mit mehreren Helfern vor Ort.

Sprecht uns an, wenn Ihr im autistischen Spektrum seid. Wir können dann gemeinsam schon im Vorfeld individuelle Lösungen für Euch finden. Oft ist es einfacher, die Ansprechpartner vorher zu kennen und zu wissen, an wen man sich wenden kann. Zögert also bitte nicht, uns kennenzulernen.

Für Eure langfristige Planung könnt Ihr uns auch schon jetzt via E-Mail und Twitter erreichen (DM sind offen). Wir werden versuchen, Euch bestmöglich zu unterstützen.

Ihr erreicht uns über die folgenden Kommunikationswege:

Auf unserer Team-Seite bei help.ccc.de findet Ihr unsere ausführliche Team-Vorstellung: Wer wir sind, wobei wir Euch helfen & wie wir Euch helfen.


As wonderful as Congress is, it can be overwhelming at times. For people in the autistic spectrum, this can be a challenge. The c3auti team is dedicated to support you if this is the case.

In close coordination with the Awareness Team and the CERT, c3auti is ready to support you on all 4 days of 35C3. We assist in challenging situations or provide a silent refuge if one is needed.

Please don’t hesitate to contact us if you are in the autistic spectrum. Together, we can work on individual solutions for you. Sometimes it is easier to know a contact person beforehand, so please don’t hesitate to contact us now.

For your planning, you can already reach us now via E-Mail and Twitter PM. We will do our best to support you.

On site, you can contact us via the following means:

On our team’s site at help.ccc.de you can find our detailed introduction: Who we are and how we can support you.

Bild: Thorsten Schröder, CC BY 2.0.

Das 13. Türchen der #35C3 Memory Lane: Reden ist Silber

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Das dreizehnte Türchen.

Nachdem wir mit dem gestrigen Türchen mehr über die polizeiliche Ausspähung unserer Geräte gelernt haben, geht es heute darum, wie wir mit einer physischen Konfrontation mit Polizei und Staatsanwaltschaft am besten umgehen. Udo Vetter, Rechtsanwalt und Blogger auf dem preisgekrönten „law blog“, hielt dazu auf dem 23C3 den sehr anschaulichen und erheiternden Vortrag „Sie haben das Recht zu schweigen“. Er entwickelte sich über die Jahre zu einem der meistgesehenen Congress-Vorträge überhaupt und fast zu einem zeitlosen Klassiker.

35c3-kalender 13, udo vetter

Udo Vetter auf dem #23C3

Mit wenigen juristischen Fachtermini erklärt Vetter unter reger Publikumsbeteiligung, was eigentlich ein Verdacht ist und warum Computer manchmal gehen und nie wiederkommen. Warum finden Durchsuchungen oft in den frühen Morgenstunden statt, an welche goldene Regel sollte man sich erinnern, wenn man so unsanft geweckt wird?

Der Titel des Vortrags ist: Sie haben das Recht zu schweigen. Als Strafverteidiger kann ich dazu nur sagen: Nehmen Sie dieses Recht in Anspruch, und damit ist der Vortrag zu Ende.

Zu Ende ist der Vortrag damit natürlich nicht, und auch das Thema Durchsuchungen ist leider so aktuell wie eh und je. Das zeigt ein Blick in den Fahrplan des 35C3: Dort werden Jens Kubieziel und Kristin Pietrzyk im Vortrag „Verhalten bei Hausdurchsuchungen“ auf einen aktuellen Fall des Jahres 2018 und ihre Erfahrungen im Umgang mit der Staatsmacht geben.

Das elfte Türchen der #35C3 Memory Lane: Ausflug ins 18. Jahrhundert

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Das elfte Türchen.

Auf dem 29C3 unternahmen die in Wales ansässigen Wissenschaftler Anne und Richard Marggraf-Turley mit ihrem Publikum einen Ausflug ins ausgehende 18. Jahrhundert. Anhand der Erlebnisse dreier Dichter der englischen Romantik zeigen sie mit ihrem Vortrag „Romantic Hackers“, dass staatliche Überwachung keineswegs ein Phänomen der Gegenwart ist, sondern bereits vor über zweihundert Jahren juristisch vorbereitet wurde und für viele strafrechtliche Konsequenzen nach sich zog. Nicht zuletzt stammt Jeremy Benthams Idee des Panopticons ebenfalls aus der Zeit der Romantik.

35c3-kalender 11, anne marggraf-turley, richard marggraf-turley

Richard Marggraf-Turley und Anne Marggraf-Turley auf dem #29C3

In ihrem Vortrag erzählen die beiden Forscher, mit welchen Hacks die drei Romantiker sich dem gesellschaftlichen Druck und der staatlichen Überwachung entziehen konnten und was wir heute noch davon lernen können. In einer Nebenrolle der Geschichte: Lord Byron, dessen Tochter Ada Lovelace später als die erste Person in die Geschichte einging, die einen Algorithmus veröffentlichte.

We are talking about communities that were traumatically divided, haunted by surveillance and by the phantom of conspiracy […] In fact, it was the romantic poets that gave an emotional vocabulary to these issues. This emotional vocabulary retains its relevance as we attempt to calibrate our own responses to widening state surveillance today, and arguably at a time when the contract between the state and society is under assault in ways it hasn’t been since the 1790ies.