Category: SIGINT (page 2 of 4)

Texte zur SIGINT in Köln

We need your feedback

Sigint 2010 is over. Thank you for making it such an enjoyable and instructive event! Please, help us to improve our events by giving us feedback. General feedback is most welcome in comments to this blog, but do not forget to comment on all the lectures and workshops you attended. In order to do so, go to the schedule (Fahrplan) and click on the feedback form of those contributions you want to comment. Of course, you can comment also on lectures you didn’t attend but watched as recordings.

SIGINT 2010: Es beginnt.

Heute ist Aufbau bei der SIGINT, morgen öffnen sich die Türen im Mediapark für Besucherinnen und Besucher. Aber schon jetzt ist deutlich zu sehen, was hier in wenigen Stunden Programm sein wird:

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Macht euch auf den Weg! Wir sehen uns!

SIGINT 2010: The Geek Feminist Panel

Female Geeks  - They do exist

This is blatantly stolen from geekfeminism.org, an awesome weblog that you should check out and that was nice enough to feature a very special panel at SIGINT:

Five feminist geeks are teaming up to talk about what its like to be a geek, and a woman* on Sunday 23rd may at 5 p.m. (…)

Panelists:

Heather Kelley: gaming

Svenja Schröder: academia and net culture

Eleanor Saitta: hacking / hackerspaces / security

Leena Simon: net activism / politics

Ragni Zlotos: moderation

So, geekfeminists, what do you want us to address/discuss? We already have some stuff worked out, but we would appreciate inspiration from you.

A topic as important as (apparently) controversial, geek feminism rightly has a panel at SIGINT. We’re already happy with the amount of work that went into organizing this and we can’t wait to see the results. Oh, BTW: SIGINT starts tomorrow!

SIGINT 2010: computer.spiele.politik

Irgendwann kurz nachdem der Urmensch aufgehört hatte, sich mit Würfelspielen mit den Knochen erlegter Tiere zu amüsieren, nachdem der mittelalterliche Hofstaat nicht mehr Armeen in die Vernichtungsschlacht auf dem Schachbrett schickte, machte es PONG! auf den Bildschirmen. Und damit hatten wir die Killerspiele-Debatte am Hals.

Max von Malotki (von uns noch aus Chaosradiozeiten heiss geliebt) moderiert auf der SIGINT am letzten Tag ein Panel, das sich gewaschen hat: Es geht um die Computerspieldebatte und wie man darin überlebt, um Hintergründe, Konfliktlinien und Nebenkriegsschauplätze dieses neusten und uralten Kulturstreits.

SIGINT 2010: Hackety hack hack

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Auf der Suche nach dem Exploit (Symbolbild, dargestellt von Kaylee Frye)

Die SIGINT als Veranstaltung kann auf ganz unterschiedliche Weise wahrgenommen werden. Nicht einfach Hackcenter, Treffpunkt, Vortragsprogramm oder Party — wir wollen (hochgestochen ausgedrückt) Denkräume multiplexen und Prozesse anstossen.

Dies spiegelt sich im Programm wieder, die 70 Vorträge gruppieren sich in drei Bereichen lose um Aspekte der Technologiefolgenabschätzung und der damt verbundenen Politik und Anti-Politik, des Hacksports und des kreativen digitalen Ausdrucks.
Dies geschieht in vorsichtig abgewägten Verhältnissen, jeder Vortrag wurde handverlesen von (Spezial-)Experten in eine der Kategorien eingeordnet.

Die drei erstgenannten Kategorien verteilen sich mit 30%, 30% und 40% über den Fahrplan.

Natürlich bietet die SIGINT auch hochtechnische Vorträge für Hacker — und nicht zu knapp!

Zu den Highlights der drei Tage gehört der Vortrag “The Fine Art of Hari Kari” von Dan Kaminsky zur Sicherheit im World Wide Web. Dan Kaminisky ist bekannt für Vorträge, die sowohl beste Unterhaltung sind als auch den Unterkiefer dezent nach unten klappen lassen. Sein Rundumschlag gegen Webapplikationen und bescheidene Vorschläge zu ihrer Sicherheit beinhaltet unter anderem Treelocking, ein Mechanismus mit dem eingeschleuster Schadcode in so unterschiedliche Protokolle wie SQL, LDAP, XML und JSON abgefedert werden kann.

Der zweite Tag bietet Vorträge zu Malware und Botnetzen, Trafficanalyse und Sniffing mittels der NDIS Treiberschnittstelle und schliesslich Angriffen auf drahtlose Verbindungen (eine Europaprämiere in dieser Form).

Erwähnt werden muss auch der Vortrag zur anonymer Internetnutzung von Lexi am letzten Tag oder der Vortrag zu Datenschutz für Systemadministratoren.

Die SIGINT hat einen leichten Schwerpunkt auf den Diskursen im digitalen Zeitalter und die sozialen Interaktionen dazu. Aber auch für diejenigen, die mit ihrem Computer reden wie mit einem Freund und mit ihren Freunden reden wie mit einem Computer ist auf jeden Fall gesorgt.

SIGINT 2010: Von Dinosauriern und der Besiedlung des Wilden Westens

We will rule over this land and we will call it... THIS LAND

In der viel zu früh eingestellten Science-Fiction-Serie “Firefly” wird am Anfang von einem Raumschiffpiloten mit Dinosauriern gespielt, die ein neues Land besiedeln. In dem Genre-Mix aus Sci-Fi und Western der Serie steht diese Metapher natürlich für die Frontier der Besiedlung des amerikanischen Kontinents (der hier auf den gesamten Weltraum ausgedehnt wird).

Der Vergleich mit dem Wilden Westen ist ein dermaßen mächtiges Bild, dass sie auch gerne auf die Netzpolitik angewendet wird: Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und CCC-Mitglied Jörg Tauss (dessen Fall auf der letztjährigen SIGINT Thema war) hat etwa in seinem Blog einen Vergleich zwischen den “digital natives” als Indianern und den Siedlern von der Regierung gezogen: “Indianer und Netzgemeinde” lautete sein Beitrag.

Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich und nicht jede charmante Metapher führt den Gedankengang auf den richtigen Pfad, zugegeben, so dass es auch umgehend Kritik gab: “Die Indianer hatten sicher andere Konzepte und eine freiere Lebensweise, als die einwandernden Weissen. Aber diese Lebensweise war nicht zu retten. Sie hatten bereits verloren, als Kolumbus seinen Fuß auf amerikanischen Boden setzte. Es bestand zu keiner Zeit irgendeine Chance, dass die Grenzen nicht gezogen und die Zäune nicht errichtet würden“, merkt der Berliner mspr0 in seinem Blog an.

Tatsächlich muss man den Prozess der Grenzziehung und der Landeroberung im Internet vielleicht auch gar nicht romantisch-verklärt mit Bildern aus der Vergangenheit beschreiben, sondern kann ihn durchaus als das sehen, was er ist: Ausdruck hochaktueller politischer Kämpfe und die konflikthafte Verhandlung von Interessen im öffentlichen Raum.

Für Indianer, Dinosaurier, Cowboys und Cowgirls, aber auch für politisch interessierte Menschen, bietet die SIGINT 2010 einiges zum gegenwärtigen Stand der Besiedlung des Internets und die Kämpfe an der Frontier:

Die ersten beiden Tage der SIGINT zeigen einen Zwischenstand der Landnahme im Internet. Zumindest in der Fiktion gäbe es noch die Option der Flucht in den Weltraum, wenn es nicht gelingt, den Lebensraum Internet gegen die Unfreiheit zu verteidigen: “Burn the land and boil the sea. You can’t take the sky from me“. Hoffen wir, dass wir diesen Exit-Strategie so schnell nicht brauchen.

Hardhack / SIGINT 2010: We are looking for your hardware hacking workshops!

SIGINT 2010 also hosts Hardhack, the open hardware hacking workshop event. There are still slots available in the workshop programme, so apply for one now!

Here’s how to do it, in the form of a very special message from the organizers of the Hardhack sub-conference:


hardhack will be all hands-on workshops and/or demos. what does that mean? that means that there will be no powerpoint presentations, no blah blah, only hands-on workshops or demonstrations. there will be no video projectors, so if you require that for your workshop, please rethink and prepare printed or digital handouts to convey the information you need to share.

example topics for hands-on workshops or demos at hardhack (these are not limiting, be creative!): building hardware from a kit you designed, reverse engineering existing hardware, wearables, washable circuitry, building sensors from scratch, 3d printing, diy manufacturing, reversing firmware on existing hardware, open source hardware, fun with embedded device firmware, blinky stuff, robotics, audio hardware, vehicle modding, circuit design, or anything fun your brain can output for a hardhack workshop.

submit your workshop/demo to mail att hardhack dott org with the following info:

  • workshop/demo title
  • workshop/demo description
  • workshop/demo time requirement (please estimate as well as you can)
  • your contact info: email, website, cellphone number
  • approximate parts cost for participants (kits or other materials you will provide)
  • required and suggested materials for participants to bring (examples: laptop, usb/serial adaptor, hackable stuff)
  • any questions you may have

once workshops are accepted, there will be a sign up list for each workshop to determine which ones make the cut. this reduces the empty / too-full workshop syndrome and allow for a maximum of hardware hacking! hardhack will be a sub-conference of SIGINT this year, and all entry costs for participants will apply. travel costs for persons giving workshops at hardhack can not be covered, but the entry cost to SIGINT will be covered. the call for workshops for hardhack is separate from the call for papers for SIGINT, you are free to apply to both if you like. selling kits for your workshop is fine, but please keep the costs fair and transparent from the beginning. hardhack will have the space for about 200 participants, sign ups for workshop participation will go online as soon as each workshop is approved.

any questions? mail att hardhack dott org.

Der Datenbrief bei der SIGINT

sigint 2010

Auf der SIGINT 2010 vom 22. bis 24. Mai im Kölner Mediapark wird auch die Idee des Datenbriefes diskutiert werden. Frank Rosengart wird am 23. Mai (!) um 12 Uhr das Konzept vorstellen, dessen wichtigstes Ziel es ist, etwas mehr Transparenz in den Datendschungel zu bringen.

Der Chaos Computer Club schlägt vor, eine Art Kontoauszug für persönliche Daten einzuführen. Einmal jährlich sollen Firmen ihre Kunden und Behörden die Bürger über die gespeicherten Daten informieren. Und auch darüber, ob Daten weitergegeben worden sind und warum. Ein positiver Nebeneffekt soll es sein, daß eine unnötige langfristige Speicherung von Daten damit zur Belastung wird und Firmen vielleicht darüber nachdenken, ob man sie nicht einfach löschen kann. Dafür bringt der Datenbrief zwar einige Bürokratie mit sich, kleine Unternehmen sollen aber ausgenommen werden.

Der betroffene Bürger soll endlich einen Überblick bekommen, wer was über ihn weiß. Dafür müßten sich die Firmen und Behörden ein gutes Stück weit in die Karten schauen lassen – schließlich soll der Datenbrief auch berechnete Daten wie Scoring-Werte enthalten.

Seit die Idee veröffentlicht wurde, gab es einerseits breite Zustimmung, andererseits auch viel Kritik. Die größte Überraschung war die Reaktion des Bundesinnenministeriums, das prompt zu einem Gedankenaustausch über eine mögliche Umsetzung einlud. Jetzt ist es an der Zeit, Kritik aufzunehmen und den Vorschlag nochmal zu justieren. Franks Vortrag gibt dazu einen Überblick über das Konzept des Datenbriefes, mögliche Probleme bei der praktischen Umsetzung und über die Gegenargumente aus Politik und Wirtschaft.

Mitdiskutieren ist explizit erwünscht.

Wer ansonsten weiter auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte übrigens den SIGINT10-Twitter verfolgen.

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