35c3-kalender 13

Das dreizehnte Türchen.

Nachdem wir mit dem gestrigen Türchen mehr über die polizeiliche Ausspähung unserer Geräte gelernt haben, geht es heute darum, wie wir mit einer physischen Konfrontation mit Polizei und Staatsanwaltschaft am besten umgehen. Udo Vetter, Rechtsanwalt und Blogger auf dem preisgekrönten „law blog“, hielt dazu auf dem 23C3 den sehr anschaulichen und erheiternden Vortrag „Sie haben das Recht zu schweigen“. Er entwickelte sich über die Jahre zu einem der meistgesehenen Congress-Vorträge überhaupt und fast zu einem zeitlosen Klassiker.

35c3-kalender 13, udo vetter

Udo Vetter auf dem #23C3.

Mit wenigen juristischen Fachtermini erklärt Vetter unter reger Publikumsbeteiligung, was eigentlich ein Verdacht ist und warum Computer manchmal gehen und nie wiederkommen. Warum finden Durchsuchungen oft in den frühen Morgenstunden statt, an welche goldene Regel sollte man sich erinnern, wenn man so unsanft geweckt wird?

Der Titel des Vortrags ist: Sie haben das Recht zu schweigen. Als Strafverteidiger kann ich dazu nur sagen: Nehmen Sie dieses Recht in Anspruch, und damit ist der Vortrag zu Ende.

Zu Ende ist der Vortrag damit natürlich nicht, und auch das Thema Durchsuchungen ist leider so aktuell wie eh und je. Das zeigt ein Blick in den Fahrplan des 35C3: Dort werden Jens Kubieziel und Kristin Pietrzyk im Vortrag „Verhalten bei Hausdurchsuchungen“ auf einen aktuellen Fall des Jahres 2018 und ihre Erfahrungen im Umgang mit der Staatsmacht geben.