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Das fünfte Türchen der #35C3 Memory Lane: Die Module spieln verrückt

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Das fünfte Türchen.

Dass die Computerei kein Nischenphänomen mehr ist, dürfte sich schon länger herumgesprochen haben. Aber dass sie sich schon seit Jahren und sogar Jahrzehnten als Topos in diversen Genres der Populärmusik wiederfindet, ist vielleicht weniger bekannt. Johannes Grenzfurthner, Künstler des monochrom-Kollektivs aus Österreich, verpasste den anwesenden Nerds auf dem 24C3 in seinem Vortrag „I can count every star in the heavens above, but I have no heart, I can‘t fall in love“ eine musikalische Schocktherapie und sang und tanzte sich durch seinen Vortrag zu Computern in Popsongs.

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Johannes Grenzfurthner gibt beim #24C3 alles.

In einer Zeitreise vollzieht er die Geschichte des Pop nach, in der Computer nicht nur Instrument, sondern auch zum Objekt von Liedern wurden, die teils von Technikfurcht geprägt sind, teils an Technomanie grenzen. Wer einen Amiga hat und wem das Glück aus der Kartei fällt, davon könnt ihr alle nach dieser vorzüglichen Unterhaltung ein Lied singen.

Von dem musikalischen Fieber gepackt? Dann könnt auf dem 35C3 dem CCChor beitreten!

Das vierte Türchen der #35C3 Memory Lane: Mysteriöse Quanten

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Das vierte Türchen.

„Die Quanten sind doch eine hoffnungslose Schweinerei!“, soll Niels Bohr einst an Albert Einstein geschrieben haben. Schweinerei hin oder her, die Quantenphysik ist auf jeden Fall ein faszinierendes Themenfeld, weil sie unser Wissen darüber, wie die Welt funktioniert, grundlegend in Frage stellt. Quantencomputer und Quantenkryptographie sind auf dem Chaos Communication Congress immer wieder gern gesehene Anlässe für eine glorreiche Gehirnverdrehung. Wer sich jemals damit auseinandersetzen wollte oder musste, wird wissen, wie wunderbar erleichternd es ist, wenn ein fähiger Erklärbär dabei hilft.

Einen gut verständlichen Einstieg ins Thema gab Stephanie Wehner auf dem 22C3. In Quantum Entanglement lässt sie Alice und Bob auf unterschiedliche Planeten fliegen, über Quanten miteinander kommunizieren und macht so Grundprinzipien der Quantenmechanik verständlich.

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Stephanie Wehner beim #22C3.

Vorträge wie dieser sind eine tolle Wissensgrundlage für Congress-Neulinge und alle, die ihren Horizont erweitern möchten. Deshalb wird es auf dem 35C3 erstmals einen Foundations-Track geben, der ausschließlich aus Einsteigervorträgen besteht. Wir sind sehr gespannt!

Ihr wollt das Wissen rund um die mysteriösen Quanten vertiefen? Dann hat media.ccc.de genau das Richtige!

Das dritte Türchen der #35C3 Memory Lane: Hallo, liebes Chaos!

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Das dritte Türchen.

Neben sehr technischen und detailverliebten Vorträgen wagen die Vortragenden auf dem Chaos Communication Congress immer wieder den Blick über den Tellerrand hinaus und auf das große Ganze. So tat es auch der aus Graz stammende Schriftsteller Peter Glaser im Jahr 2005: Glaser, eines der wenigen Ehrenmitglieder des CCC, beleuchtet auf dem 22C3 die Lage der vermeintlichen Informationsgesellschaft, mit der seit der Mitte des letzten Jahrhunderts so große Hoffnungen für die Offenheit und Transparenz von Politik und Gesellschaft verknüpft werden:

Ich versuche einen Streifzug durch die Geschichte und die modernen Erscheinungsformen des Geheimnisses, weil ich glaube, dass es gefährlich ist, immer nur von Information zu reden, ohne das Gegenteil von Information genauso aufmerksam mit in Betracht zu ziehen. […] Mit dem 11. September hat das Geheimnis wieder sein Haupt erhoben, oder anders ausgedrückt: Information wird nun mit einer beunruhigenden neuen Qualität unzugänglich gemacht, zum Verschwinden gebracht […].

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Peter Glaser beim #22C3.

Die Gründe für das Verschwinden von Information, die Glaser in seinem Vortrag „Das Geheimnis – Reloaded“ ausmacht, sind unterschiedlich und reichen von politischem Willen bis hin zu technischer und planerischer Unfähigkeit. Sie alle sind heute, da Desinformation und sogenannte Fake News in aller Munde sind, so aktuell wie vor dreizehn Jahren. Wie sich Datenbanken in Datenbestattungsanlagen verwandeln, warum Datenarchäologie ein Berufszweig mit Zukunft ist und was Informationen mit Pommes gemein haben, erzählt Glaser hier:


Neben dem Video sind auch zwei Audiodateien verfügbar.

Das zweite Türchen der #35C3 Memory Lane: „Hier supportet der Boss noch selbst“

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Das zweite Türchen.

Nach jedem Congress gibt es üblicherweise eine Reihe von Geräten, die wir weniger gerne nutzen als vorher. Auch auf dem 31C3 in Hamburg wurden in bester Congress-Tradition einige Technologien ordentlich auseinandergenommen und ihre Schwachstellen offengelegt. Manche sorgten dabei für Gelächter und Kopfschütteln.

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David Kriesel beim #31C3.

Der Informatiker und begnadete Geschichtenerzähler David Kriesel fügte mit seinem Vortrag „Traue keinem Scan, den du nicht selbst gefälscht hast“ der langen Liste von Hacks und Bugs einen weiteren, eher unerwarteten Punkt hinzu: Xerox-Kopiergeräte, die ein Eigenleben entwickeln und ganze Zeichenfolgen aus den Originaldokumenten in den Kopien verändern, und das offensichtlich über Jahre hinweg.

Kriesels akkurate Darstellung der technischen Probleme und der Reaktionen der Betroffenen machte seinen Vortrag zum meistgesehenen und in unserem Feedback-System bestbewerteten des 31C3 – mittlerweile ein zeitloser Klassiker. Wir lernen auf vergnügliche Weise: Selbst gut abgehangene Technologien sind nicht vor Fehlern gefeit, und noch dazu wiegen diese dann besonders schwer.

Aber was macht man, wenn man einen so gravierenden Fehler im System entdeckt hat, die Herstellerfirma jedoch einfach nicht reagiert? Genüsslich vollzieht Kriesel in seinem mit einer Prise Verschwörungstheorie gewürzten Vortrag die unterschiedlichen Eskalationsstufen nach, liefert unterhaltsame Schlagzeilen aus der Berichterstattung und erklärt nebenbei noch gängige Bildkomprimierungsverfahren.


Neben verschiedenen Videoformaten sind auch Audiodateien des Vortrags verfügbar.

#35C3 Memory Lane: Das erste Türchen

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Das erste Türchen.

2011 war das letzte Jahr, in dem der Chaos Communication Congress im Berliner bcc gastierte. Passend zum damaligen Motto „Behind enemy lines“ kommentierte der Schriftsteller und Journalist Cory Doctorow in seinem Vortrag „The coming war on general computation“ vor vollem Haus die Copyright Wars.

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Cory Doctorow beim #28C3.

Der in Toronto geborene Doctorow erklärt, wie in den 1990er Jahren durch Kopierschutz und Digital Restriction Management eine Bewegung angestoßen wurde, die mit Kanonen auf Spatzen schoss, uns nach und nach die Rechte über unsere Rechner entriss und sie in Unterhaltungs- und Haushaltsgeräte verwandelt, über die nicht mehr wir, sondern die Herstellerkonzerne die volle Kontrolle haben.

Der Vortrag ist heute noch so aktuell wie vor sieben Jahren, und Doctorow zuzuhören, ist ohnehin immer ein Erlebnis. In „Memory Lane“ Teil 1 legen wir Euch das Video seines Vortrags ans Herz, die heimliche Keynote des Jahres 2011 beim 28C3.

In Hinblick auf aktuelle Berichterstattung wie die Implant Files mutet das folgende Zitat fast prophetisch an:

As a member of the Walkman generation, I’ve made peace with the fact that I will require a hearing aid long before I die, and of course it won’t be a hearing aid, it will be a computer I put in my body. So when I get into a car – a computer I put my body into – with my hearing aid – a computer I put inside my body –, I want to know that these technologies are not designed to keep secrets from me and prevent me from terminating processes on them that work against my interests.

Was das mit katzenessenden Menschen und dreirädrigen Bankräubern zu tun hat, könnt ihr hier nachhören:

Das Video von Cory Doctorow ist in zwei Formaten verfügbar.

Einladung zum Junghackertag auf dem 35C3

Zu unserer Freude haben sich in den letzten Jahren immer mehr Junghacker auf dem Congress eingefunden. Daher bieten wir auch diesmal, wie schon in den Vorjahren, einen speziell auf Kinder und Jugendliche zugeschnittenen Junghackertag an.
Am zweiten Congresstag, dem 28. Dezember, organisieren Freiwillige aus vielen Assemblies von etwa 10 bis 17 Uhr ein vielseitiges Workshop-Programm für angehende Hacker und Hackerinnen.

Wer schon immer mal löten, programmieren, einen 3D-Drucker ausprobieren, einen mathematischen Beweis führen oder selber ein Schloss ohne Schlüssel öffnen wollte, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Neben den Workshops empfehlen wir einen Rundgang über den Congress, um sich ein eigenes Bild von der Hackerkultur zu verschaffen. An jeder Ecke gibt es spannende Installationen und Projekte zu entdecken und Menschen kennenzulernen.

Ein „Junghackertag 28.12.2018“-Ticket gewährt einem/einer Jugendlichen (unter 18 Jahre) oder einer Begleitperson Eintritt am Junghackertag. Sowohl der/die Junghacker/in als auch die Begleitperson benötigen ein solches Ticket. Maximal eine Begleitperson pro Junghacker/in. Der/die Junghacker/in und die Begleitperson müssen ihre Tickets gleichzeitig an der Kasse einlösen. Dieses Ticket enthält kein Nahverkehrsticket. Die Tickets müssen vorab bestellt werden: junghackertag@events.ccc.de. Die Anzahl der Tickets ist begrenzt.

Wer ein reguläres Ticket für den Congress hat oder über die Eltern frei auf den Congresss kommt (freier Eintritt für Kinder unter 12), benötigt natürlich kein zusätzliches Ticket.

Welche Workshops es geben wird, steht ab Dezember fest. Gemeinsam mit dem Ticket erhalten alle Junghacker/innen Informationen zu den Workshops. Um lange Wartezeiten zu verhindern, benötigen manche der Workshops eine vorherige Anmeldung, bei anderen genügt es, einfach zu Beginn am richtigen Ort zu sein.
Der Junghackertag beginnt mit einer Auftaktveranstaltung um 10 Uhr – es werden alle an diesem Tag angebotenen Workshops kurz vorgestellt. Um einen Überblick zu bekommen, ist es sinnvoll, den Tag mit der Veranstaltung zu beginnen.

Organisiert wird der Junghackertag von Chaos macht Schule. Ziel des seit 2007 bestehenden Bildungsprojekts ist es, Technikbegeisterung und digitale Mündigkeit von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Der Spaß am Gerät steht dabei im Vordergrund. Unterstützt wird Chaos macht Schule bei der Organisation des Tages von zahlreichen Assemblies wie beispielsweise Jugend Hackt oder dem Kidsspace.

Fragen und/oder Tickets bestellen: junghackertag@events.ccc.de

Vorschau auf das Programm

Fahrplan nach Euren Wünschen: Let’s do the halfnarp – agaaaaain!

[English version below.]

Tl;dr: Lest bitte die FAQ, aber macht vor allem beim halfnarp mit!

Wer ihn noch nicht kennt, kann ihn jetzt ausprobieren: den halfnarp unter https://halfnarp.events.ccc.de/. Er zeigt einen Großteil des Fahrplans für den diesjährigen Chaos Communication Congress in Leipzig. Allerdings sind die Vorträge noch unsortiert. Wir würden uns freuen, wenn Ihr Euch die Zeit nehmt, unser Programm nach Euren Präferenzen durchzusehen, zu ordnen und danach mit einem Klick auf Submit Selection an uns zu übermitteln. Uns geht es bei der Auswertung besonders darum, beliebte Vorträge nicht gleichzeitig stattfinden zu lassen.

Um eine möglichst nah an Euren Wünschen gelegene Programmerstellung hinzubekommen, brauchen wir viele Klicker, die uns eine Auswahl der Vorträge senden, die sie besonders bevorzugen. Bitte wählt also die Vorträge aus, die Ihr gern ansehen wollt. Wenn Ihr Euch noch umentscheidet – auch kein Problem, einfach nochmal senden. Wir hoffen, bei Euch zugleich die Vorfreude auf den 35C3 zu wecken!

Bitte beachtet: Der Fahrplan ist noch nicht ganz vollständig, da von einigen Vortragenden noch Auskünfte oder Nachrichten erwartet werden. Einige wenige Vorträge und vielleicht eine schöne Überraschung sind noch nicht abgebildet. Mindestens aber einen Überblick auf das kommende Programm kann jeder mitnehmen.

Wer mehr wissen will, kann die FAQ (Englisch) konsultieren. Euer Feedback für die rund 160 Vorträge werden wir bis zum 27. November sammeln, also bitte die Durchsicht des halfnarp nicht zu lange aufschieben. Wenn Ihr eine Auswahl getroffen habt, könnt Ihr sie auch wieder mit der Welt teilen.

Wichtig!

Wir haben dieses Jahr dem Trend der Zeit folgend zur professionellen Incentivierung und zur Gamifizierung eine unbedingt auszuprobierende Neuigkeit eingebaut: Es gibt jetzt ein Tinder-ähnliches Interface für mobile Geräte, zumindest für die meisten. Dadurch bekommt Ihr die Vorträge in flash-card-Größe über den ganzen Screen angezeigt und könnt nach links und rechts swipen. Wir wünschen viel Spaß am Gerät!

doing the halfnarp

English version:

Tl;dr: Please read the FAQ and do the halfnarp!

It’s that time of the year again: We’re going to gather in Leipzig at the Chaos Communication Congress with our fellow mad hatters and get lectured. But before we can have the time of our lives, we need you, you, you to make the Fahrplan as frictionless as possible – we have to shuffle around a record-breaking number of around 160 lectures.

Without further ado, we present the 35C3 halfnarp and would kindly ask you to lose yourself in the options, then mark and submit the lectures you plan to attend. We’ll take your data into account when scheduling lectures and later provide a recommendation web depending on the correlations we find. Our main goal is to make sure that certain most-clicked lectures will not happen at the same time. If you have any questions about the halfnarp, please see our FAQ.

And to make halfnarping even funnier for all those pausing Diablo Immortal on their phones, the new narpr(beta) feature allows for some easier interaction: it’s just a swipe to the left and then a swipe to the ri-i-i-i-ight – to mark your favourite things.

Header Photo: CC BY 2.0, christopher cornelius.
27C3 Photo: CC BY-NC-SA 2.0, zhenech.

35C3: Camping

(English version below.)

Erinnerst Du Dich an unseren Campingausflug zum Kongress letztes Jahr?

War das eine schöne Zeit. Wir mussten das Gelände nicht verlassen, 24/4 Congress. Haben einen die Füße nicht mehr getragen, einfach ein paar Schritte aus Halle 2 ins Bett fallen. Morgens kurz frisch machen und zum Frühstück gleich wieder ins Getümmel.

Wie sieht’s aus? Wollen wir das dieses Jahr zum 35C3 wieder machen?

Der Ticketshop für die Camping-Tickets öffnet seine Pforten.

Weitere Details findet Ihr dort in den FAQ. Ihr helft bei Auf- und Abbau? Dann könnt Ihr Euer Ticket schon ab dem 15.12. nutzen.


Do you remember our camping trip to congress last year?

It was awesome. Never leaving the area, Congress 24/4. When getting tired we’d only have to take a couple of steps out of hall 2 and fall into our beds. In the morning we’d take a quick shover and were back into the fray.

What do you think? Should we do it again to 35C3?

The camping ticketshop is open right now!

You can find additional details in our FAQ. If you’re helping with buildup and teardown, you can use your ticket as of the 15.12. already.

Sicher sein und sich sicher fühlen auf dem Chaos Communication Congress

Der Chaos Communication Congress ist in den letzten Jahren rapide gewachsen. Von 3.500 Leuten in Berlin hat sich unsere Teilnehmerzahl auf 6.000, dann 12.000 und nun 15.000 in Leipzig gesteigert. Während die Infrastruktur weitgehend problemlos mitgewachsen ist, mussten wir uns einigen neuen Herausforderungen stellen, die bei Veranstaltungen dieser Größe hinzukommen.

Wir stellen daher unser zentrale Anlaufstelle für Hilfsangebote auf dem Congress und unsere neue Schiedsstelle vor.

Feeling and being safe at Chaos Communication Congress

The Chaos Communication Congress rapidly grew in size over the past few years: From 3,500 attendees in Berlin, we scaled to 6,000, then 12,000 and now 15,000 attendees in Leipzig. While most of our infrastructure grew along quite well, we noticed that new challenges arise with hosting events of such scale.

That’s why we’d like to introduce our new central site where to get help on CCC events and our new arbitration board.

Bild von HDValentin, CC BY-SA 2.0.

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