Call for Congress Designers
Mit dem Motto allein ist es noch lange nicht getan: Der Congress ist aus den Zeiten rausgewachsen, wo die Community mit einem schmucken Logo für Shirts und das MediaWiki ausgekommen ist. Heute werden unsere Design-Guides von dutzenden Teams aus dem Orga- und Assembly-Umkreis auf hunderten unterschiedlichen statischen und bewegten Medien ausgespielt – jedes Mal mit viel Herzblut und individueller Anpassung. Die visuelle Identität ist zu einem komplexen Ökosystem gewachsen, das nach neuen Impulsen hungert.
Unsere Design-Tradition
Über die Jahrzehnte speisten sich Gestaltung und Gestalterinnen aus einem breiten, lebendigen Pool: von Freundeskreisen im Abschlussjahr an Designhochschulen bis Schriftgestaltern mit jahrelanger Erfahrung, von gestalterisch begabten Computer-Nerds bis zu computeraffinen Gestaltungsnerds aus dem Kern und der Peripherie unserer Community. In diesem kreativen Schmelztiegel sind zeitlose, überraschende und hochindividuelle Designs entstanden – von liebevoll handgemalten Icons bis zu verspielt gecodeten Generatoren, von knallbunten Flächen bis zu filigran-mysteriösem Hacker-Grün, von Typo-Logos bis zum Maskottchen. Jedes Jahr greift die Gestaltung den Ideenraum um uns herum auf und kleidet das, was die Community bewegt, in einen visuellen Rahmen.
Die Arme weit
In den letzten Jahren kam von euch immer wieder die Frage auf, wie ihr euch einbringen könnt. Die Antwort ist nicht ganz einfach:
- Vertrauen in die Community: Die Gestalterinnen der Congresse müssen ein tiefes Gefühl für die Community mitbringen, damit sich möglichst viele im Design wiederfinden und sie zum Nachdenken angeregt werden. Allem voran muss das Ganze auch optisch ansprechend wirken.
- Kommunikationsintensität: Der Design-Gig ist heute ein aufwendiger Prozess, der gerade in der Zeit vor dem Congress in intensiver Kommunikationsarbeit kulminiert. Dafür brauchen wir gegenseitiges Vertrauen, dass wir das Projekt auch durch ruppige Zeiten gemeinsam durchziehen können.
- Kein Pitch-Modell: Der in der Branche übliche Weg über Pitches und Jury-Entscheidungen kommt für uns nicht in Frage. Naturgemäß müssten eingereichte und dafür mit Liebe und Mühe gestaltete Entwürfe in den Papierkorb. Das bräche uns das Herz. Manchmal passen auch schlicht Ideenraum und Motto eines Congress’ nicht zu den Gestalterinnen, die sich zufällig im gleichen Jahr bei uns melden. Hier wären Frustrationen durch das Bewerten von gepitchten Designs durch eine Jury extra schmerzhaft – gerade bei uns im Ehrenamt.
Deshalb machen wir ein Experiment: Noch bevor wir uns auf ein Motto oder einen thematischen Ideenraum festlegen, fragen wir direkt in die Community: Könnt ihr euch vorstellen, die optische Gestaltungshoheit für ein Camp oder den Congress zu übernehmen? Dabei ist es völlig egal, ob ihr als Team oder allein antretet.
Was wir brauchen
Was ihr mindestens mitbringen solltet, sind zwei Dinge:
Die Fähigkeit, ein komplettes Design (Farbraum, Gestaltungsregeln, Schrifthierarchien, Logobeispiele, etc) zu erstellen und in einem Design-Guide (Beispiele finden sich dazu viele) zu kommunizieren, sowie die Fähigkeit, mit Textildruckern zusammenzuarbeiten, um tausende Klamotten produzieren zu lassen.
Bonus ist eine grobe Vorstellung, wie man Gestaltungsideen in einem Animationsdesign anwenden (lassen) kann und wie man in der Druckvorstufe zuarbeitet.
Wie es geht
Wenn ihr euch in diesem Aufruf wiederfindet, schickt uns eine „Mappe“ an designs@cccv.de.
Wichtiger Hinweis: Bitte produziert keine konkreten Congress-Designs für die E-Mail. Wir im Design-Orga-Team wollen ein Gefühl dafür entwickeln, ob wir so ein Projekt gemeinsam bis zum Erfolg durchziehen können. Zeigt uns Werke, die euren Stil, eure Arbeitsweise und eure Leidenschaft für visuelle Kommunikation widerspiegeln.
Wir möchten gemeinsam mit euch die nächste Phase der visuellen Identitäten der Camp- und Congress-Welten gestalten. Lasst uns entdecken, welches unentdeckte Potential in unserer Chaos-Welt schlummert. Wir freuen uns auf eure „Mappe“, eure Ideen und den Austausch!