„Datenspuren“ in den Technischen Sammlungen Dresden

Am 22. und 23. Oktober 2016 werden die Hackerinnen und Hacker des Chaos Computer Clubs Dresden wieder “Datenspuren” in den Technischen Sammlungen legen. Die Räumlichkeiten, in denen normalerweise ein Museum Einblicke in Informations- und Medientechnik sowie sächsische Industriegeschichte gibt, werden zum Schauplatz des zweitägigen Dresdner Hacker-Symposium. Das Thema in diesem Jahr ist die universelle Vernetzheit, nicht nur von Menschen in sozialen Netzwerken, sondern auch von Computern und sogenannten Smart Devices.

Die „Datenspuren“ sind eine Konferenz, bei der gesellschaftliche Folgen der Informationstechnologie diskutiert werden. Seit 2004 wird die zweitägige Veranstaltung einmal im Jahr vom Chaos Computer Club Dresden organisiert. An einem Wochenende – meist Mitte Oktober – werden die gesellschaftlichen Folgen der Informationstechnologie diskutiert, alte und neue Trends analysiert, gebastelt und sich ausprobiert. Ziel der Vorträge und Workshops ist dabei stets, zu einem kritischen Gedankenaustausch zwischen Gesellschaft, Politik und Technikern anzuregen.

Zum zweiten Mal finden die „Datenspuren“ nun in den Technischen Sammlungen Dresden statt. „Die Technischen Sammlungen sind der ideale Ort für eine Hacker Konferenz“, freut sich Hauptorganisator Martin Christian. In Zeiten der technologiegetriebenen digitalen Revolution gebe es daher keinen besseren Ort, um über die gesellschaftlichen Folgen neuer Technologien zu sprechen und neue Technologien zu erfahren, als ein Technikmuseum.

Thema der „Datenspuren“ ist in diesem Jahr das Zusammenwachsen von Menschen und Computern zu komplex vernetzten Gemeinschaften. Wie verändert sich Bildung, wenn Online-Kurse den Menschen auf der ganzen Welt zur freien Verfügung stehen? Und wie verändert sich unsere Vorstellung von Freiheit und Privatheit, wenn Sensoren uns überall vermessen und uns Vorschläge für unser Verhalten machen?

Highlight der Veranstaltung ist der Eröffnungsvortrag von Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur und Theorien der Vernetzung an der Zürcher Hochschule der Künste, zum Thema “Jenseits der Privatsphäre: Neue Formen der Autonomie” am Samstag, den 22.10. um 10.30 Uhr. Neben weiteren Vorträgen gibt es während der Datenspuren die Gelegenheit, das Betriebssystem Linux auszuprobieren, selbst zu installieren und Workshops zu freier Software zu besuchen. Im “Open Data Crunch” können ambitionierte Programmierer die offenen Daten der Stadt Dresden in nützliche Anwendungen verwandeln. Auf Jung-Hacker wartet ein Detektivspiel zu Kryptographie und Privatsphäre sowie eine Lötstation. Und am Sonntag, den 23.10. um 10.30 Uhr diskutieren der Medienjournalist Peter Stawowy und die Jura-Professorin Anne Lauber-Rönsberg zusammen mit Felix Stalder über Online-Pranger.

Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Die Ausstellungen der Technischen Sammlungen können während der „Datenspuren“ eintrittsfrei besucht werden. Weitere Informationen unter www.datenspuren.de

E-Mail: datenspuren@c3d2.de

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