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Das zehnte Türchen der #35C3 Memory Lane: Portable Power!

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Das zehnte Türchen.

Wem die elliptischen Kurven von gestern nicht kompliziert genug waren: Hier haben wir die nächste Eskalationsstufe in der nach oben offenen Nerd-Skala. Es geht um Game Boys von Nintendo. Das allgegenwärtige Spielgerät der 1990er-Jahre, das 1991 schon als „Elektronik-Droge“ betitelt wurde, erfreut sich auch heute noch einer treuen Anhängerschar, nicht zuletzt wegen des schmissigen Slogans:

„Now you’re playing with power; PORTABLE POWER!“

Der unvergleichliche Michael Steil stellt im Jahr 2016 in seinem Vortrag „The ultimate Game Boy talk“ mit liebevoller Detailtiefe die verschiedenen Komponenten und Features des Game Boys vor und zeigt, was das kleine 8-Bit-Spielgerät mit seinen vier Klangstimmen und vier Grauschattierungen (oder eher: vier bad shades of green) alles kann.

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Michael Steil auf dem #33C3.

Steil zieht seine dichtgepackten Folien (200+, wirklich!) durch, als gäbe es kein Morgen! Wie Nintendo seine Plattformhegemonie durch Logos pflegte und wie man unendliche Weiten in ein begrenztes Pixelraster bringen kann, können alle Interessierten und Lernwilligen hier ansehen:

Das neunte Türchen der #35C3 Memory Lane: Das ultimative Krypto-Duo

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Das neunte Türchen.

Was die ominöse Geheim-Clique der Kryptographen und Kryptoanalytiker so treibt, kann man sich beim Chaos Communication Congress von ebenjenen Spezialexperten manchmal höchstselbst erklären lassen. Konkret geht es um elliptische Kurven, die bereits seit einigen Jahren praktische Anwendung finden. Das Bemerkenswerte an diesen Erklärungen ist, dass nur diejenigen, die ihr Wissensgebiet wirklich verstanden haben, ihre Kenntnisse auch auf anregende und nachvollziehbare Weise weitergeben können.

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djb und Tanja Lange beim #31C3.

So machen es Tanja Lange und Daniel Bernstein, der auch für seinen djbsort bekannt ist, in ihrem Vortrag „ECCHacks – A gentle introduction to elliptic-curve cryptography“. Beide lehren und forschen im Bereich der Kryptographie und sind angesehene Wissenschaftler, sollen in ihrer Freizeit aber in subversiven Kryptozirkeln gesehen worden sein. :)

Auch dieses Jahr wird das ultimative Krypto-Duo beim 35C3 erwartet.

Der Vortrag von Tanja und Dan ist in mehreren Video- und Audioformaten zum Download verfügbar.

Das achte Türchen der #35C3 Memory Lane: Tief durchatmen!

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Das achte Türchen.

Kreativität wird auf dem Chaos Communication Congress in vielen Formen, auch manchmal leicht abseitigen, gefeiert. Im Jahr 2015 wurde bekannt, dass ein deutscher Autobauer sich von dieser Kreativität ein Scheibchen abgeschnitten und mit technischen Kniffen im großen Stil Abgasgrenzwerte überschritten hatte. Über diesen Abgasbetrug berichteten erstmals auf dem 32C3 Daniel Lange und Felix Domke. Doch wer geglaubt hatte, das Thema hätte sich damit erledigt, der sah sich getäuscht.

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Daniel Lange auf dem #33C3.

Bereits im folgenden Jahr brachte IT-Forscher Lange das Thema zurück auf die Bühne und zeigte in seinem Vortrag „Dieselgate a year later“, dass das Ausmaß des Betrugs weit größer war:

Everybody is cheating.

Er beschränkte sich jedoch nicht auf die Darstellung der technischen Manipulation, sondern erklärte am Beispiel von Dieselgate auch die Unterschiede im Verbraucherrecht in der EU und den Vereinigten Staaten und welche Rolle eigentlich die Medien in der Aufklärung des Abgasskandals hatten.

Und wer sich nun noch tiefer mit der Software auseinandersetzen möchte, die im Dieselskandal zum Einsatz kam, kann das mit dem dritten Vortrag der Themenreihe tun.

Das siebte Türchen der #35C3 Memory Lane: Pneumatic Memories

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Das siebte Türchen.

Ein Kernanliegen des Chaos Communication Congress ist es, Uneingeweihten Denkmuster und Lebensgefühl von Hackern nahezubringen. Was es bedeutet, wenn zwei Schwaben aus der Luftdrucktechnik ihre Nerd-Gene einfach nicht zu verleugnen schaffen, konnten wir auf dem 27C3 bewundern.

Wer sagt, dass für Digitaltechnik dringend moderner Hipster-Kram wie Lötzinn oder Halbleiter verbaut werden muss, kann im Vortrag „Logikschaltungen ohne Elektronik“ lernen, wie durch solide Pneumatik die Grundbausteine der technischen Informatik konstruiert werden, um schließlich ganze mit frischer Luft betriebene Flipflops auf bis zu zwanzig Meter langen Schaltplänen zu komplexen Industrieschaltanlagen oder – nach ähnlichem Prinzip in Fluidik – zu hydraulischen Computern zusammenzustecken.

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Äpex und xif beim #27C3.

Äpex und xif verstecken ihre Liebe zu den nicht-elektronischen Ansätzen der Problemlösungen nicht und weisen mit einer potentiellen Käufergruppe für rein pneumatische Computer sogar praktische Relevanz bis heute nach.

Das sechste Türchen der #35C3 Memory Lane: Orwell online

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Das sechste Türchen.

Vor zehn Jahren, also zum 25C3, gab sich der Chaos Communication Congress das provokante Motto „Nothing to Hide!“ Doch natürlich gab und gibt es jede Menge zu verbergen. Wie sehr gerade Sprache dafür eingesetzt wird, Sachverhalte zu verbergen, zu verschleiern oder zu beschönigen, zeigte maha, Professor für Sprachwissenschaften in Bamberg.

In seinem Vortrag „Neusprech im Überwachungsstaat“ legte er die sprachlichen Winkelzüge unserer Zeit schonungslos, aber charmant offen. Seine Analyse wurde der Auftakt für eine ganze Reihe von Vorträgen in den folgenden Jahren, aber auch für das Neusprech-Blog, das maha mit Kai Biermann betreibt.

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Martin Haase beim #25C3.

Mit Blick auf diesen ersten Vortrag wirkt der Inhalt auch zehn Jahre später erstaunlich aktuell: Bis heute verfolgt uns beispielsweise der Begriff des Gefährders, der allerdings keine rechtlich klar definierte Bedeutung hat. Der Titel des Vortrags bezieht sich auf George Orwells berühmten Roman 1984 – zufälligerweise war 1984 auch das Jahr des ersten Congresses.

Das fünfte Türchen der #35C3 Memory Lane: Die Module spieln verrückt

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Das fünfte Türchen.

Dass die Computerei kein Nischenphänomen mehr ist, dürfte sich schon länger herumgesprochen haben. Aber dass sie sich schon seit Jahren und sogar Jahrzehnten als Topos in diversen Genres der Populärmusik wiederfindet, ist vielleicht weniger bekannt. Johannes Grenzfurthner, Künstler des monochrom-Kollektivs aus Österreich, verpasste den anwesenden Nerds auf dem 24C3 in seinem Vortrag „I can count every star in the heavens above, but I have no heart, I can‘t fall in love“ eine musikalische Schocktherapie und sang und tanzte sich durch seinen Vortrag zu Computern in Popsongs.

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Johannes Grenzfurthner gibt beim #24C3 alles.

In einer Zeitreise vollzieht er die Geschichte des Pop nach, in der Computer nicht nur Instrument, sondern auch zum Objekt von Liedern wurden, die teils von Technikfurcht geprägt sind, teils an Technomanie grenzen. Wer einen Amiga hat und wem das Glück aus der Kartei fällt, davon könnt ihr alle nach dieser vorzüglichen Unterhaltung ein Lied singen.

Von dem musikalischen Fieber gepackt? Dann könnt auf dem 35C3 dem CCChor beitreten!

Das vierte Türchen der #35C3 Memory Lane: Mysteriöse Quanten

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Das vierte Türchen.

„Die Quanten sind doch eine hoffnungslose Schweinerei!“, soll Niels Bohr einst an Albert Einstein geschrieben haben. Schweinerei hin oder her, die Quantenphysik ist auf jeden Fall ein faszinierendes Themenfeld, weil sie unser Wissen darüber, wie die Welt funktioniert, grundlegend in Frage stellt. Quantencomputer und Quantenkryptographie sind auf dem Chaos Communication Congress immer wieder gern gesehene Anlässe für eine glorreiche Gehirnverdrehung. Wer sich jemals damit auseinandersetzen wollte oder musste, wird wissen, wie wunderbar erleichternd es ist, wenn ein fähiger Erklärbär dabei hilft.

Einen gut verständlichen Einstieg ins Thema gab Stephanie Wehner auf dem 22C3. In Quantum Entanglement lässt sie Alice und Bob auf unterschiedliche Planeten fliegen, über Quanten miteinander kommunizieren und macht so Grundprinzipien der Quantenmechanik verständlich.

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Stephanie Wehner beim #22C3.

Vorträge wie dieser sind eine tolle Wissensgrundlage für Congress-Neulinge und alle, die ihren Horizont erweitern möchten. Deshalb wird es auf dem 35C3 erstmals einen Foundations-Track geben, der ausschließlich aus Einsteigervorträgen besteht. Wir sind sehr gespannt!

Ihr wollt das Wissen rund um die mysteriösen Quanten vertiefen? Dann hat media.ccc.de genau das Richtige!

Das dritte Türchen der #35C3 Memory Lane: Hallo, liebes Chaos!

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Das dritte Türchen.

Neben sehr technischen und detailverliebten Vorträgen wagen die Vortragenden auf dem Chaos Communication Congress immer wieder den Blick über den Tellerrand hinaus und auf das große Ganze. So tat es auch der aus Graz stammende Schriftsteller Peter Glaser im Jahr 2005: Glaser, eines der wenigen Ehrenmitglieder des CCC, beleuchtet auf dem 22C3 die Lage der vermeintlichen Informationsgesellschaft, mit der seit der Mitte des letzten Jahrhunderts so große Hoffnungen für die Offenheit und Transparenz von Politik und Gesellschaft verknüpft werden:

Ich versuche einen Streifzug durch die Geschichte und die modernen Erscheinungsformen des Geheimnisses, weil ich glaube, dass es gefährlich ist, immer nur von Information zu reden, ohne das Gegenteil von Information genauso aufmerksam mit in Betracht zu ziehen. […] Mit dem 11. September hat das Geheimnis wieder sein Haupt erhoben, oder anders ausgedrückt: Information wird nun mit einer beunruhigenden neuen Qualität unzugänglich gemacht, zum Verschwinden gebracht […].

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Peter Glaser beim #22C3.

Die Gründe für das Verschwinden von Information, die Glaser in seinem Vortrag „Das Geheimnis – Reloaded“ ausmacht, sind unterschiedlich und reichen von politischem Willen bis hin zu technischer und planerischer Unfähigkeit. Sie alle sind heute, da Desinformation und sogenannte Fake News in aller Munde sind, so aktuell wie vor dreizehn Jahren. Wie sich Datenbanken in Datenbestattungsanlagen verwandeln, warum Datenarchäologie ein Berufszweig mit Zukunft ist und was Informationen mit Pommes gemein haben, erzählt Glaser hier:


Neben dem Video sind auch zwei Audiodateien verfügbar.

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