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SIGINT News

Tuesday, February 23rd, 2010

sigint 2010

Die SIGINT 2010, organisiert vom CCC, wird vom 22. bis 24. Mai 2010 im Kölner Mediapark stattfinden, der Call for Papers läuft schon eine Weile. Wer immer aktuell informiert sein will, kann jetzt auch den Twitter verfolgen.

SIGINT ist eine Kontraktion aus SIGnal INTelligence, das in etwa Fernmeldeaufklärung oder elektronische Aufklärung bedeutet.

Anmeldung für das Easterhegg 2010

Friday, February 19th, 2010

Eine Anmeldung für das diesjährige Easterhegg in München ist nun möglich. Das Anmeldeformular macht den Weg frei für vier Tage Spaß am Gerät, attraktive Workshops sowie die Kaffee- und Frühstücksflatrate (inklusive Tasse).

Das Easterhegg ist eine regelmäßig durchgeführte Veranstaltung des Chaos Computer Clubs. Die Teilnehmer kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, vereinzelt auch aus dem Ausland. Es finden hauptsächlich Workshops statt, aber auch einige Vorträge. Abgedeckt wird das ganze Spektrum von Technik über Netzkultur, es ist aber vor allem ein Hacker-Szenetreff. Das Easterhegg ist nicht-kommerziell, alle Beteiligten arbeiten ehrenamtlich.

SIGINT 2010: Call for Papers veröffentlicht

Friday, January 8th, 2010

Vom Samstag, den 22. Mai bis Pfingstmontag, den 24. Mai 2010 findet in Köln die SIGINT, die Konferenz für Hacker, Netzbewohner und Aktivisten, statt.

Unser Beitragsaufruf (”Call for Papers”) ist jetzt online und kann unter https://events.ccc.de/sigint/2010/wiki/Beitragsaufruf begutachtet werden.

Worum geht es? Um die Zukunft!

Die Welt der Atome und die Welt der Bits funktionieren nach vollständig unterschiedlichen Prämissen. Dort, wo sie aufeinanderstoßen (und das geschieht in letzter Zeit immer häufiger), ergeben sich für die Gesellschaft Spannungen, Chancen und Chaos, das es zu erforschen gilt.
Die Bedeutung von immateriellen Gütern nimmt immer weiter zu, während die Produktionskosten sinken. Traditionelle Märkte verlagern sich in den virtuellen Raum, die Musikindustrie verdient ihr Geld mit Handytönen und Ideen kommen direkt aus dem 3D-Drucker, während liebgewonnene soziologische Begrifflichkeiten zum World Processing wie die Arbeiterklasse komplett nach China ausgesourct werden. Identitäten werden in sozialen Netzwerken jenseits von Nationen und Geschlechtern konstruiert, und trotzdem gibt es immer noch die Welt der Dinge und der Internetausdrucker als allzu gegenwärtigen Gegenpol. Es ist grade dieser Verlust von Schranken, der einerseits den totalen Überwachungsstaat ermöglicht und andererseits den Individuen bisher unbekannte Möglichkeiten der Entfaltung bietet, bis zum Horizont und viel weiter.

Es geht um neue und alte Räume. In der digitalen Gentrifizierung, in der Auseinandersetzung um die Grenzen der Stadt – dort wo sich das Neue und das Alte begegnen, findet ein Machtkampf statt. Burn the land and boil the sea, you can’t take the Net from me: Es ist diese Frontier und ihr Spirit, die treibende Kraft hinter Fortschritt und Reaktion, die uns auf der SIGINT beschäftigt. Es geht um Verstecke und Ninjas, offene Meere und Piraten, aber besonders um die Konsolen-Cowboys und -Cowgirls und wen auch immer und um das grenzenlose Neuland, wo Signale nicht zu stoppen sind und die Sonne niemals am Monitor spiegelt.

Wir wollen mit der Veranstaltung aktiv in die deutschsprachige und europäische Diskussion eingreifen, dabei sind uns folgende Themen besonders wichtig:

  • Highspeed-Internet und Society – Auswirkungen und Motivation
  • Persönlichkeitsrechte in der Gegenwart
    • Soziale Netzwerke, Phototagging
    • “Das Internet vergisst nicht”?
  • Bitrot
    • “Wo ist das Zeug von vor fünf Jahren?”, die digitale Apokalypse
  • Filesharingnetze
    • ACTA, Vergütungsmodelle, Urheberrecht
  • Individueller Personennahverkehr
    • Kennzeichenscanner, Streettrains, GPS-Geräte
  • Wissen und Bildung
    • Wikipedia, E-Learning
    • Google Books: die “letzte Bibliothek”
  • Biohacking
    • Wem gehören Gendaten?
    • Bodyhacking, Hörgeräte und Prothesen
  • Kritische Auseinandersetzung mit Eliten im digitalen Raum
  • Realitätsabgleich CCTV
  • Mensch und Informationsflut, der Mensch als Produzent und Konsument von Informationen
    • Aufmerksamkeitsökonomie, Paranoia
    • Signal-Rausch-Verhältnis
    • “Private Daten schützen, öffentliche Daten nützen”?
    • Medienkompetenz und digitale Selbstverteidigung
  • Retrofuturismus, historische Vorstellungen über die Zukunft
  • Verschlüsselung
    • Gesellschaftliche Einsatzfelder und Folgen, Dual-use
  • Ubiquitous Computing
  • Mensch und Malware
  • GSM-Netze

Diese Liste ist im Zweifelsfall als Anregung zu verstehen. Unser Diskurs soll weit reichen, und wir werden jede interessante Einreichung mit Wohlwollen begutachten. Dabei müssen wir allerdings auch eine Auswahl vornehmen. Überrascht uns!

Bilanzbalance

Friday, November 13th, 2009

Laßt uns mal über Geld sprechen. Auch wenn der Congress von Beginn an ein Projekt war und ist, das zum überwältigenden Teil durch die unermüdliche Hilfe vieler Freiwilliger lebt, kommen wir an gewissen marktwirtschaftlichen Realitäten nicht vorbei. Location, Transportmittel und Veranstaltungstechnik müssen gemietet, Versicherungen abgeschlossen und Schäden repariert werden.

Das finanzielle Risiko der Congresse wird seit vielen Jahren von einer CCC-eigenen GmbH abgefedert. Es ist ihr Verdienst, daß bisher genügend Geld übrigblieb, um den jeweils nächsten Congress und natürlich die Camps veranstalten zu können. Der gute Ruf des Vereins ermöglicht es oft, Dienstleistungen für die Veranstaltungen zu Freundschaftspreisen weit unter dem marktüblichen Tarif einzukaufen, solange diese vertraulich bleiben.

Die unzähligen freiwilligen Helfer und viele Sachspenden haben es überhaupt möglich gemacht, derartige Veranstaltungen finanziell stemmen zu können. Die verbleibenden Kosten legen wir über die Eintrittspreise auf alle Besucher um und konnten sie dadurch bis heute auf einem Bruchteil dessen halten, was vergleichbare kommerzielle Konferenzen verlangen. Trotzdem mußten wir die Ticketpreise erhöhen, um unter anderem steigenden Preisen und einem vierten Congress-Tag Rechnung zu tragen.

Laßt uns mal über Euer Geld sprechen. In unserer Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren ein Wandel vollzogen, der dazu führte, daß der Besuch des Congresses für einige Mitglieder und Freunde des Clubs unerschwinglich geworden ist. Die Schere ist auch unter den Hackern auseinandergegangen, für einige unserer Besucher ist der Congress gar zum Highlight des Jahres geworden, auf den sie aber zwölf Monate sparen müssen.

In Kombination finden wir uns in einer Situation, in der nicht mehr alle, die für den Congress gewiß eine Bereicherung wären, daran teilnehmen können.

Auf früheren Congressen hörte ein sogenannter Angel of Mercy die schwierigen Umstände an und entschied unbürokratisch im Einzelfall. Doch: Wir finden, daß niemand das Gefühl haben soll, uns anbetteln zu müssen. Wir verstehen voll und ganz, daß es kein schönes Gefühl ist, sich selber anpreisen und die eigenen Probleme vor Fremden ausbreiten zu müssen. Dies ist für uns und gewiß auch für Euch eine Frage der Würde.

Deshalb wollen wir in diesem Jahr ein Experiment wagen: Wir halten ein Kontingent an Tickets vor, für die jeder von Euch Hacker aus Eurem Umfeld vorschlagen kann, von denen er denkt, sie kämen nicht, müßten sie voll bezahlen. Schließlich wißt Ihr viel besser als wir, wen in Eurem Umfeld das betrifft. Alle Vorschläge werden natürlich vertraulich behandelt. Stellt sich die Situation für uns aus dem Vorschlag nachvollziehbar dar, kontaktieren wir den Protegé und bitten um eine Einschätzung, welcher Betrag im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten liegt. Aus diesen Parametern werden wir dann die schwere Entscheidung treffen müssen, wie wir das Kontingent bestmöglich verteilen.

Dieses Modell hat seine Grenzen: Schlußendlich muß sich der Congress selber tragen, deshalb ist die Anzahl der Tickets und damit die Summe der Freundschaftspreisnachlässe begrenzt. Wir hoffen aber, damit die gröbsten Ungleichheiten balancieren zu können.

Dragons everywhere

Doch trotz des Entgegenkommens kann für einige Hacker – wegen der Fahrtkosten und der Unterkunft oder aus privaten familiären Gründen – die Reise auf den Congress nicht in Frage kommen. Natürlich kann man allein zu hause die Streams abspielen und ihm durch Blogs, Tweets und IRC-Channels folgen. Dies ist jedoch lange nicht dasselbe, wie mit Gleichgesinnten den Austausch zu suchen, zu fachsimpeln oder einen gemeinsamen Tschunk zu trinken.

Uns schweben nun dezentrale Möglichkeiten zur Teilnahme am 26C3 vor: Dragons everywhere! Um allen Vorträgen zu folgen, braucht es nur drei Screens, zum gemeinschaftlichen Essen eine kleine Küche, für die Mate einen Kühlschrank, für Beschallung einen Ghettoblaster und für Wohlfühlatmosphäre eine handvoll Hacker. Das originellste Hackcenter könnte gar das im bcc in den Schatten stellen. Dies muß nicht zwingend in Berlin und auch nicht in nur einer Stadt stattfinden und erlaubt viel mehr Hackern eine dezentrale Teilnahme am weltweiten Event 26C3.

Für perfekte Authentizität müßte nun nur noch ein Hacker regelmäßig das WLan aus- und einschalten, der Einlaß sollte für eine Wartezeit von mindestens dreißig Minuten sorgen, ferner sollte es nur eine einzige stets rappelvolle Toilette geben und in Dosen abgefüllter Hackcenter-Mief “Eau de c3″ (erhältlich im FoeBuD-Shop) großzügig appliziert werden.

Da wir selber nicht die geringste Idee haben, wieviel Interesse an diesem Konzept besteht (schließlich wollt Ihr nicht am Ende doch alleine vor drei Screens stehen), haben wir eine Wiki-Seite eingerichtet, in der sich innerhalb der nächsten drei Wochen hoffentlich ein Trend abzeichnet.

Die Vorschläge für die Preisnachlässe in Eurer Community sollten uns bis zum 1. Dezember erreichen. Spätestens am 13. Dezember sind alle Tickets vergeben. Bitte wendet Euch an: 26c3-friends(at)cccv.de

Cosin 2009 – Fahrplan und Einladung (10.7.2009 – 12.7.2009)

Sunday, July 5th, 2009

Auch in der Schweiz findet dieses Jahr mit Cosin 2009 wieder ein chaotischer Event statt. Vom Abend des 10. bis zum 12. Juli 2009 wird das KuZeB mit dem Vortrags- und Workshopprogramm belebt, welches in einer noch nicht ganz definitiven Fassung vorliegt. Neben den Vorträgen soll vor allem viel Zeit zum Basteln, Hacken und Reden bleiben. Traditionell dient Cosin oft auch zur Planung künftiger chaotischer Schweizer Aktivitäten. Nicht zuletzt wird Cosin dieses Jahr von der Gründung der Piratenpartei-Schweiz am Sonntag begleitet (dies nicht an der Cosin selbst, sondern in Zürich; für virtuelle Verbundenheit wird aber tendentiell gesorgt sein).

Eingeladen sind wie immer alle, die sich vom Programm angesprochen fühlen. Der Eintritt ist 10 CHF (ca 7 Euro) für alle drei Tage. Für weitere 5 CHF gibts auch Abendessen im KuZeB (dazu ist – im Gegensatz zu Cosin an sich – Anmeldung nötig). Mit Schlafsack kann des weiteren im KuZeB übernachtet werden. Alle weiteren Infos finden sich auf der Homepage.