tomate, jinxx
*Der deutsche Buchmarkt gegen den Rest der Welt oder auch: Enshittification des Buchmarkts und keine API für ein Halleluja* Es gibt unzählige wundervolle Geschichten und das Internet hat über die letzten Jahrzehnte viele großartige Autor*innen hervorgbracht. Doch Verlage haben begrenzte Kapazitäten und sind außerdem zumeist sehr konservativ in ihren Programmen. Die Lösung für beides: Selfpublishing. Neue und gewitzte, genre-übergreifende Bücher an neugierige Lesende zu bringen, könnte so einfach sein; wären da nicht Barsortimente, fehlende APIs und ein insgesamt schreckliches Ökosystem, die Indie-Autor:innen (und alle, die versuchen, auf dem deutschpsprachigen Buchmarkt irgend etwas Innovatives für Indies zu machen) das Leben schwer machen.
Philo
What does knitting have to do with espionage? Can embroidery help your mental health? This talk shows how the skills to create textile art have enabled people to resist and to persist under oppressive regimes for centuries. And it offers ways to keep doing so.
akira25, flx, Gato
Wir geben Einblicke in zwei intensive Wochen Planung, Koordination und Aufbau, den Betrieb einer (improvisierten) Bodenstation, sprechen über technische Hürden, Antennendesign und Organisation – und wie wir schließlich mit Astronautin Rabea Rogge im Weltraum gefunkt haben.
Jan Pleskac
The talk will be about our experience from building an open-architecture secure element from the ground up. It explains why openness became part of the security model, how it reshaped design and development workflows, and where reality pushed back — through legal constraints, third-party IP, or export controls. It walks through the secure boot chain, attestation model, firmware update flow, integration APIs, and the testing framework built for external inspection. Real examples of security evaluations by independent researchers are presented, showing what was learned from their findings and how those exchanges raised the overall security bar. The goal is to provoke discussion on how open collaboration can make hardware more verifiable, adaptable, auditable and while keeping secure.
Hendrik Ballhausen
Der Trend geht dahin, aus Gesundheitsdaten große zentralisierte Datenbanken aufzubauen. Eine datensparsame Alternative dazu ist, in einem verschlüsseltem Netzwerk gemeinsam auf verteilten privaten Daten zu rechnen, ohne sie miteinander teilen zu müssen. Perspektivisch können so demokratischere Datenströme geschaffen werden, die Patient:innen als aktiv Teilhabende statt als passive Datenquellen einbinden. Kommt mit auf eine Reise, die vor sechs Jahren in Deutschland gestartet ist und jetzt die erste europäische klinische Studie mit Secure Multiparty Computation (SMPC) realisiert hat.
Marco Wähner
Der Vortrag diskutiert Herausforderungen dezentraler Netzwerke aus soziologischer Perspektive. Als dezentrale Netzwerke werden technische Infrastrukturen verstanden, die nicht von einer zentralen Autorität, sondern verteilt über Instanzen zur Verfügung gestellt werden. Nutzer:innen profitieren von dieser Infrastruktur, nutzen beispielsweise das Fediverse oder das Tor-Netzwerk, ohne zur Infrastruktur beizutragen. Zugleich können dezentrale Netzwerke nur dann bestehen, wenn hinreichende Ressourcen von Personen oder Organisationen mobilisiert werden, um das Netzwerk überhaupt zur Verfügung zu stellen. Dies führt zur originären Instabilität dezentraler Netzwerke, wenn nicht der Weg der Kommodifizierung des Nutzer:innenverhaltens eingeschlagen wird. Aufbauend auf dieser Zustandsbeschreibung, werden Bedingungen erörtert, um Kollektivgüter wie dezentrale Netzwerke organisatorisch (und nicht technisch) herzustellen. Hierzu zählen Partizipation oder die Idee einer öffentlichen Grundfinanzierung. Der Vortrag wird neben soziologischen Ideen und harten Zahlen auch durch eine ordentliche Portion Idealismus zu Fragen der Souveränität und Autonomität in der Digitalisierung motiviert.