Schedule












 

Day 3
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AI Agent, AI Spy (en)

Udbhav Tiwari, Meredith Whittaker

Agentic AI is the catch-all term for AI-enabled systems that propose to complete more or less complex tasks on their own, without stopping to ask permission or consent. What could go wrong? These systems are being integrated directly into operating systems and applications, like web browsers. This move represents a fundamental paradigm shift, transforming them from relatively neutral resource managers into an active, goal-oriented infrastructure ultimately controlled by the companies that develop these systems, not by users or application developers. Systems like Microsoft's "Recall," which create a comprehensive "photographic memory" of all user activity, are marketed as productivity enhancers, but they function as OS-level surveillance and create significant privacy vulnerabilities. In the case of Recall, we’re talking about a centralized, high-value target for attackers that poses an existential threat to the privacy guarantees of meticulously engineered applications like Signal. This shift also fundamentally undermines personal agency, replacing individual choice and discovery with automated, opaque recommendations that can obscure commercial interests and erode individual autonomy. This talk will review the immediate and serious danger that the rush to shove agents into our devices and digital lives poses to our fundamental right to privacy and our capacity for genuine personal agency. Drawing from Signal's analysis, it moves beyond outlining the problem to also present a "tourniquet" solution: looking at what we need to do *now* to ensure that privacy at the application layer isn’t eliminated, and what the hacker community can do to help. We will outline a path for ensuring developer agency, granular user control, radical transparency, and the role of adversarial research.

Blackbox Palantir (de)

Constanze Kurz, Franziska Görlitz

Wer nutzt in Deutschland Software von Palantir und wer hat das in naher Zukunft vor? Was sind die rechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz solcher Analysewerkzeuge? Und was plant Innenminister Alexander Dobrindt in Sachen Palantir für die Polizeien des Bundes?

PRÜF (de)

Nico Semsrott

PRÜF! Prüfung Rettet übrigens Freiheit! Alles wird in Deutschland geprüft. Warum nicht auch mutmaßlich verfassungswidrige Parteien? Hier stelle ich vor, was PRÜF! anders machen will als bisherige Kampagnen.

Aber hier Leben? Nein danke! …oder doch? Wie wir der autoritären Zuspitzung begegnen können. (de)

Jaša Hiergeblieben, Polylux, Lisa Zugezogen

Im Osten stehen nächstes Jahr schon wieder Wahlen an und schon wieder sieht alles danach aus, als ob die AfD eine Regierungsbeteiligung bekommen könnte. Ganz konkret: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Nicht nur diese "rosigen" Aussichten, sondern auch aktuelle Bevölkerungsprognosen werfen gar kein günstiges Licht auf die Regionen. Linke Akteur:innen vor Ort kämpfen täglich dagegen an und sie brauchen unsere Solidarität. Wir müssen dem etwas entgegensetzen. Egal ob als Hacker:innen auf dem Congress oder Westdeutsche in (noch) Grünen Gemeinden. Wo kommt das alles her? Wer macht aktuell etwas dagegen und wie können wir dem rechten Sog begegnen?

The Heartbreak Machine: Nazis in the Echo Chamber (de)

Martha Root, Eva Hoffmann, Christian Fuchs

WhiteDate ist eine Plattform weißer Suprematist:innen, die sich an Rassist:innen und Antisemit:innen richtet – und auf veralteter Infrastruktur basiert. Was die 8000 Mitglieder nicht wussten: Einige der Nazis flirteten dieses Jahr mit realistisch wirkenden Chatbots - und verliebten sich sogar in sie. Mit einer Kombination aus automatisierter Konversationsanalyse, Web-Scraping und klassischen OSINT-Methoden verfolgten wir öffentliche Spuren und identifizierten die Personen hinter der Seite. Dieser Vortrag zeigt, wie KI-Personas und investigatives Denken extremistische Netzwerke aufdecken und wie Algorithmen gegen Extremismus eingesetzt werden können.

Peep-Show für die Polizei. Staatliche Überwachung von Queers in Hamburger Toiletten bis 1980 (de)

Simon Schultz

Oder: Wie die Hamburger Polizei queere Menschen auf öffentlichen Toiletten observierte, und wie ein anonymes Kollektiv im Juli 1980 dieses Überwachungsystem wortwörtlich mit dem Hammer zerschlagen hat. Ein analoger Überwachungskrimi mit sauberen Städten, lichtscheuen Elementen, queerem Aktivismus, und kollektiver Selbstorganisation; und mit einer Anleitung wie man Beamten Anfang der 80er das Handwerk legen konnte.

Verschlüsselung brechen durch physischen Zugriff - Smartphone Beschlagnahme durch Polizei (de)

Davy Wang, Viktor Schlüter

Eine zwar profane Methode der Überwachung, die Polizeibehörden in Deutschland jedoch hunderttausendfach anwenden, ist das Auslesen von Daten beschlagnahmter Smartphones und Computer. Dazu nutzt die Polizei Sicherheitslücken der Geräte mithilfe forensischer Software von Herstellern wie Cellebrite oder Magnet aus. Die Verfassungsmäßigkeit der Rechtsgrundlagen ist zweifelhaft. Im Vortrag werden anhand aktueller Fälle technische und juristische Hintergründe erörtert.

Transkultureller Hack auf die klassische Musikszene – Vortrag und Konzert (de)

Johanna-Leonore Dahlhoff, Peter Klohmann, Alireza Meghrazi Solouklou, Mirweis Neda, Maria Carolina Pardo Reyes, Eduardo Sabella, Sarah Luisa Wurmer, Berivan Canbolat

Das Bridges Kammerorchester hackt die klassische Musikszene, indem es die Regeln des traditionellen Konzertbetriebs aufbricht: Musiker*innen mit und ohne Flucht- und Migrationsbiografie bringen Instrumente wie Oud, Tar, Kamanche oder Daf in die europäische Orchestertradition. Statt überwiegend Werke verstorbener männlicher, europäischer Komponisten zu spielen, komponieren die Mitglieder ihre Musik selbst – ein radikaler Perspektivwechsel hin zu Vielfalt und Selbstbestimmung. Im Vortrag zeigen sie anhand von Hörbeispielen und persönlichen Geschichten, wie diese Hacks entstehen und machen im Anschluss in einem Konzert die musikalische Vielfalt live erlebbar.

Human microservices at the Dutch Railways: modern architecture, ancient hardware? (en)

Maarten W

The Dutch railways have been operating an increasingly complicated network of trains for over 80 years. The task of overseeing it is far too complex for a single human. As such, a network of specifically scoped humans has been connected. Over time, computers and software have been introduced into the system, but today there is still a significant role for humans. This talk describes the network of "human microservices" that is involved in the Dutch Railways' day to day operation from the eyes of a software developer.