29C3 - Version 1.9

F/a{hr-p).l//a,n
2.9/C-3

Speakers
Britta Schinzel
Schedule
Day Day 2 - 2012-12-28
Room Saal 1
Start time 16:00
Duration 01:00
Info
ID 5396
Event type Lecture
Language used for presentation German
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Was ist, was kann, was soll Gender Studies Informatik?

Weltbilder der Informatik sind in mancher Hinsicht denen in der Hacker- und Hackerinnen-Community nicht unähnlich.

Was ist?

Allgemein werden die Gender-Forschungen zur Technik unterteilt in die Kategorien:

  1. Frauen, Männer, Altersgruppen, Ethnien, soziale Schichten, etc., die in dem Fach/Beruf vertreten sind. Wie befinden sie sich dort? Hierzu gehören beispielsweise vergleichende Studien zwischen Ländern und Kulturen, die erklären, warum die Frauenbeteiligung in der Informatik in allen nah- und fernöstlichen Ländern so viel höher ist als hierzulande. Ein anderes Beispiel stellt unsere gerade beendete DFG-Studie zu Weltbildern der Informatik in Deutschland dar.
  2. Wie wird Geschlecht in dem entsprechenden Fach behandelt, mit welchen Folgen? Die von der Informatik bereitgestellte Bildgebung und Bildbearbeitung sind Medien, mittels derer auch Geschlecht repräsentiert wird. Sie erleichtern die öffentliche und die medizinische Präsentation von Stereotypen und verfestigen so unnötigerweise überkommene Geschlechtervorstellungen.
  3. Wie wirken sich die historische oder/und aktuelle Einseitigkeiten der Beteiligung in Zielen, Methoden, Modellen, Ergebnisinterpretationen des jeweiligen Faches aus? Auch hier können Ergebnisse unseres Weltbilderprojekts als Beispiel dienen. Interessant ist zudem eine Studie über die VPA Siri, die tiefergehende Theorien zur Analyse und Reflexion der verwendeten Hintergrundannahmen und der Gestaltung(smöglichkeiten) verwendet.

Was kann, was soll?

Aus den o. g. Beispielen ergibt sich zwangsläufig ihr Sinn: Gender Studies sind Augenöffner für Einseitigkeiten, die beispielsweise in Software, ihren Modellen und den Benutzungsmöglichkeiten eingelassen sind. Bei ihrer Rezeption kann sich der Blick weiten, und es können so adäquatere Lösungen gefunden werden, was letztlich auch ökonomische Folgen nach sich ziehen kann.