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News about the Chaos Computer Club in general

Das 15. Türchen der #35C3 Memory Lane: Herbe Verluste

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Das fünfzehnte Türchen.

Der Chaos Communication Congress ist auch ein Ort, auf dem gefeiert wird: Gute Geschichten, hervorragende Hacks oder faszinierende Fortschritte der Technik. Im Jahr 2005 erdeten Rop Gonggrijp und Frank Rieger die allgemeine gute Laune mit ihrem Vortrag „We lost the war“. Schonungslos ehrlich stellten sie die Gesamtsituation auf den Prüfstand: Welche Erfolge können wir bei aller Arbeit und allem Aktivismus überhaupt verbuchen? Ein Herzstück des Vortrags ist der Versuch, aktuelle und mögliche Auswirkungen von Data Mining greifbar zu machen: Profiling, Überwachung und der Verlust der Privatsphäre sind nur einige Konsequenzen, um die der Kampf bereits verloren schien.

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Frank und Rop mit Trauermiene auf dem #22C3.

Welche Technologien nutzen wir, für wen arbeiten wir, wen schützen oder gefährden wir mit unserem Handeln – diese unangenehmen, aber notwendigen Fragen stellten Rop und Frank ihrem Publikum. Sie machten aber auch Vorschläge, was besser laufen kann:

Use humour, humour is a great weapon. As I said: No more knee-jerk reactions, but… it’s better to give people one good laugh than to give them a completely predictable piece of activist reaction three or five times […]. Anything that is unexpected, that sort of makes people trip over their own minds.

Manches, was die beiden in ihrem Vortrag prognostiziert haben, ist so nicht eingetreten, anderes ist viel schneller wahr geworden als vermutet. Zehn Jahre nach ihrem ersten Vortrag zogen sie deshalb auf dem 32C3 mit “Ten years after we lost the war” noch einmal Resümee.

Das 14. Türchen der #35C3 Memory Lane: Vom Mythos der biometrischen Hochsicherheit

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Das vierzehnte Türchen.

Der Chaos Communication Congress widmet sich mit Vorliebe den Chancen und Risiken des Hackens biometrischer Systeme. Schon vor zehn Jahren ging es um Gesichtsbilder und Fingerabdrücke in Pässen und Ausweisen. Diese ganze Reihe an Biometrie-Vorträgen hat ihren eigenen Charme und außerdem einen wiederkehrenden Protagonisten, gefürchtet bei Herstellern, beliebt beim Publikum: starbug.

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starbug beim #31C3.

Ihm fielen beispielsweise schon Ursula von der Leyens Fingerabdrücke zum Opfer. Und auch die Iris-Scanner eines bekannten Mobiltelefonanbieters mussten schon dran glauben:

Wir können uns ausweislich des Fahrplans dieses Jahres auf eine Fortsetzung der Reihe über den Mythos der biometrischen Hochsicherheit freuen: Venenerkennung hacken. Und die Ankündigung klingt verlockend:

Die Venenerkennung ist eine der letzten Bastionen biometrischer Systeme, die sich bisher der Eroberung durch Hacker widersetzt hat. […] In diesem Talk machen wir die Verteidigungsanlagen dem Erdboden gleich.

Es ist natürlich völliger Zufall, dass in der gerade bezogenen BND-Zentrale in der Chausseestraße in Berlin-Mitte Venenerkennungssysteme zum Einsatz kommen.

Um beim Warten auf den 35C3 die Erinnerung an vorangegangene Jahre ein wenig aufzufrischen, empfiehlt sich folgender Vortrag von starbug:

Autism support @ #35C3

(English version below)

So schön der Congress auch ist: Er kann auch erschlagend sein. Für Menschen (nicht nur) im autistischen Spektrum kann das eine besondere Herausforderung sein. Das Team c3auti lässt Euch damit nicht allein.

In Zusammenarbeit mit dem Awareness Team und dem CERT steht c3auti Euch an allen vier Congresstagen auf Wunsch zur Seite. Wir unterstützen in besonderen Situationen, stellen bei Bedarf Ruheräume zur Verfügung und sind an allen Tagen mit mehreren Helfern vor Ort.

Sprecht uns an, wenn Ihr im autistischen Spektrum seid. Wir können dann gemeinsam schon im Vorfeld individuelle Lösungen für Euch finden. Oft ist es einfacher, die Ansprechpartner vorher zu kennen und zu wissen, an wen man sich wenden kann. Zögert also bitte nicht, uns kennenzulernen.

Für Eure langfristige Planung könnt Ihr uns auch schon jetzt via E-Mail und Twitter erreichen (DM sind offen). Wir werden versuchen, Euch bestmöglich zu unterstützen.

Ihr erreicht uns über die folgenden Kommunikationswege:

  • DECT 1199
  • Telefon +49 4644-38299-1199
  • Mail support@c3auti.de
  • Twitter @c3auti
  • help.ccc.de/c3auti

Auf unserer Team-Seite bei help.ccc.de findet Ihr unsere ausführliche Team-Vorstellung: Wer wir sind, wobei wir Euch helfen & wie wir Euch helfen.


As wonderful as Congress is, it can be overwhelming at times. For people in the autistic spectrum, this can be a challenge. The c3auti team is dedicated to support you if this is the case.

In close coordination with the Awareness Team and the CERT, c3auti is ready to support you on all 4 days of 35C3. We assist in challenging situations or provide a silent refuge if one is needed.

Please don’t hesitate to contact us if you are in the autistic spectrum. Together, we can work on individual solutions for you. Sometimes it is easier to know a contact person beforehand, so please don’t hesitate to contact us now.

For your planning, you can already reach us now via E-Mail and Twitter PM. We will do our best to support you.

On site, you can contact us via the following means:

  • DECT 1199
  • Phone +49 4644-38299-1199
  • Mail support@c3auti.de
  • Twitter @c3auti
  • help.ccc.de/c3auti

On our team’s site at help.ccc.de you can find our detailed introduction: Who we are and how we can support you.

Bild: Thorsten Schröder, CC BY 2.0.

Das siebte Türchen der #35C3 Memory Lane: Pneumatic Memories

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Das siebte Türchen.

Ein Kernanliegen des Chaos Communication Congress ist es, Uneingeweihten Denkmuster und Lebensgefühl von Hackern nahezubringen. Was es bedeutet, wenn zwei Schwaben aus der Luftdrucktechnik ihre Nerd-Gene einfach nicht zu verleugnen schaffen, konnten wir auf dem 27C3 bewundern.

Wer sagt, dass für Digitaltechnik dringend moderner Hipster-Kram wie Lötzinn oder Halbleiter verbaut werden muss, kann im Vortrag „Logikschaltungen ohne Elektronik“ lernen, wie durch solide Pneumatik die Grundbausteine der technischen Informatik konstruiert werden, um schließlich ganze mit frischer Luft betriebene Flipflops auf bis zu zwanzig Meter langen Schaltplänen zu komplexen Industrieschaltanlagen oder – nach ähnlichem Prinzip in Fluidik – zu hydraulischen Computern zusammenzustecken.

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Äpex und xif beim #27C3.

Äpex und xif verstecken ihre Liebe zu den nicht-elektronischen Ansätzen der Problemlösungen nicht und weisen mit einer potentiellen Käufergruppe für rein pneumatische Computer sogar praktische Relevanz bis heute nach.

Helferaufruf Aufbau

Halle 4, CCL

[English version below.]

Die Hallen sind noch leer und grau und der 35c3 ist noch nicht gestartet, aber hinter den Kulissen passiert auch schon vor Weihnachten vieles. Am 15.12. und 17.12. kommen einige Sattelschlepper mit Material an, die entladen werden müssen. Dafür brauchen wir eure Hilfe!

An beiden Tagen können wir um 9 Uhr helfende Hände an der Messe in Leipzig gebrauchen.

Wir benötigen insbesondere von körperlich fitten Leuten Unterstützung, da viel schweres Material entladen werden muss. Bitte bringt euch Klamotten, die dreckig werden können, sowie Handschuhe und festes Schuhwerk mit.

Wenn ihr uns unterstützen könnt und wollt, kommt einfach vorbei zur Halle 4. Wenn ihr uns erreichen müsst, könnt ihr das per Telefon unter 034139294864 tun.

PS: Wenn alles gut geht, gibts auch Frühstück.


English version:

The halls are still grey and empty and 35c3 hasn’t started yet, but work behind the scenes has already started as it does every year. On December 15th and 17th, large amounts of material will arrive at the Messe that have to be unloaded. We are in need for help to do that!

So if you’re able, please consider coming by on both days at around 9 am.

Help is especially needed by physically fit people as a lot of heavy equipment has to be moved. Please bring cloth that can get dirty, gloves and working boots.

If you want to help, come by to hall 4 and help. If you need to reach us, you can do so by phone: 034139294864.

PS: If everything works out, there will be breakfast.

Das sechste Türchen der #35C3 Memory Lane: Orwell online

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Das sechste Türchen.

Vor zehn Jahren, also zum 25C3, gab sich der Chaos Communication Congress das provokante Motto „Nothing to Hide!“ Doch natürlich gab und gibt es jede Menge zu verbergen. Wie sehr gerade Sprache dafür eingesetzt wird, Sachverhalte zu verbergen, zu verschleiern oder zu beschönigen, zeigte maha, Professor für Sprachwissenschaften in Bamberg.

In seinem Vortrag „Neusprech im Überwachungsstaat“ legte er die sprachlichen Winkelzüge unserer Zeit schonungslos, aber charmant offen. Seine Analyse wurde der Auftakt für eine ganze Reihe von Vorträgen in den folgenden Jahren, aber auch für das Neusprech-Blog, das maha mit Kai Biermann betreibt.

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Martin Haase beim #25C3.

Mit Blick auf diesen ersten Vortrag wirkt der Inhalt auch zehn Jahre später erstaunlich aktuell: Bis heute verfolgt uns beispielsweise der Begriff des Gefährders, der allerdings keine rechtlich klar definierte Bedeutung hat. Der Titel des Vortrags bezieht sich auf George Orwells berühmten Roman 1984 – zufälligerweise war 1984 auch das Jahr des ersten Congresses.

Press accreditation to #35C3

[Es gibt weiter unten eine deutsche Version.]

As you might have noticed by now, the 35th installment of Chaos Communication Congress titled „Refreshing Memories“ will open doors in Leipzig, Germany, December 27-30th, 2018.

We welcome members of the press on grounds and would kindly ask you to request prior press accreditation. To do so, please send your name and the media you will be reporting for via email to press-accreditation@cccv.de. If you plan to take pictures or record videos as part of you reporting, that’s no problem in general, but accreditation is mandatory in that case. Please add a line telling us what your plans are.

Be sure to submit your request for press accreditation before December 16th, 2018 – and only to the address above. We’ll be glad to answer any questions by e-mail and are looking forward to welcome you at 35C3.


Wie ihr wahrscheinlich bereits mitbekommen habt, wird die 35. Ausgabe des Chaos Communication Congress unter dem Motto „Refreshing Memories“ vom 27. bis zum 30. Dezember 2018 in Leipzig seine Pforten öffnen.

Journalisten aller Medien sind herzlich willkommen, wir bitten jedoch darum, sich im Vorfeld der Veranstaltung zu akkreditieren. Bitte sendet dazu eine formlose E-Mail mit dem Namen und der Plattform, für die ihr berichtet, an press-accreditation@cccv.de. Wenn Bild- bzw. Videoproduktion Teil der Berichterstattung ist, ist eine Akkreditierung erforderlich, wir bitten um einen entsprechenden Hinweis in der Anmeldung.

Um alle Anfragen vor der Veranstaltung bearbeiten zu können, endet die Akkreditierungsphase am 16. Dezember 2018 – auch können wir einzig für Anfragen an die obige Adresse garantieren, dass sie bearbeitet werden. Gern beantworten wir weiterführende Fragen und freuen uns über euer Kommen.

Photo by Yukiko Matsuoka under (CC BY 2.0).

Das zweite Türchen der #35C3 Memory Lane: „Hier supportet der Boss noch selbst“

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Das zweite Türchen.

Nach jedem Congress gibt es üblicherweise eine Reihe von Geräten, die wir weniger gerne nutzen als vorher. Auch auf dem 31C3 in Hamburg wurden in bester Congress-Tradition einige Technologien ordentlich auseinandergenommen und ihre Schwachstellen offengelegt. Manche sorgten dabei für Gelächter und Kopfschütteln.

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David Kriesel beim #31C3.

Der Informatiker und begnadete Geschichtenerzähler David Kriesel fügte mit seinem Vortrag „Traue keinem Scan, den du nicht selbst gefälscht hast“ der langen Liste von Hacks und Bugs einen weiteren, eher unerwarteten Punkt hinzu: Xerox-Kopiergeräte, die ein Eigenleben entwickeln und ganze Zeichenfolgen aus den Originaldokumenten in den Kopien verändern, und das offensichtlich über Jahre hinweg.

Kriesels akkurate Darstellung der technischen Probleme und der Reaktionen der Betroffenen machte seinen Vortrag zum meistgesehenen und in unserem Feedback-System bestbewerteten des 31C3 – mittlerweile ein zeitloser Klassiker. Wir lernen auf vergnügliche Weise: Selbst gut abgehangene Technologien sind nicht vor Fehlern gefeit, und noch dazu wiegen diese dann besonders schwer.

Aber was macht man, wenn man einen so gravierenden Fehler im System entdeckt hat, die Herstellerfirma jedoch einfach nicht reagiert? Genüsslich vollzieht Kriesel in seinem mit einer Prise Verschwörungstheorie gewürzten Vortrag die unterschiedlichen Eskalationsstufen nach, liefert unterhaltsame Schlagzeilen aus der Berichterstattung und erklärt nebenbei noch gängige Bildkomprimierungsverfahren.


Neben verschiedenen Videoformaten sind auch Audiodateien des Vortrags verfügbar.

#35C3 Memory Lane: Das erste Türchen

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Das erste Türchen.

2011 war das letzte Jahr, in dem der Chaos Communication Congress im Berliner bcc gastierte. Passend zum damaligen Motto „Behind enemy lines“ kommentierte der Schriftsteller und Journalist Cory Doctorow in seinem Vortrag „The coming war on general computation“ vor vollem Haus die Copyright Wars.

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Cory Doctorow beim #28C3.

Der in Toronto geborene Doctorow erklärt, wie in den 1990er Jahren durch Kopierschutz und Digital Restriction Management eine Bewegung angestoßen wurde, die mit Kanonen auf Spatzen schoss, uns nach und nach die Rechte über unsere Rechner entriss und sie in Unterhaltungs- und Haushaltsgeräte verwandelt, über die nicht mehr wir, sondern die Herstellerkonzerne die volle Kontrolle haben.

Der Vortrag ist heute noch so aktuell wie vor sieben Jahren, und Doctorow zuzuhören, ist ohnehin immer ein Erlebnis. In „Memory Lane“ Teil 1 legen wir Euch das Video seines Vortrags ans Herz, die heimliche Keynote des Jahres 2011 beim 28C3.

In Hinblick auf aktuelle Berichterstattung wie die Implant Files mutet das folgende Zitat fast prophetisch an:

As a member of the Walkman generation, I’ve made peace with the fact that I will require a hearing aid long before I die, and of course it won’t be a hearing aid, it will be a computer I put in my body. So when I get into a car – a computer I put my body into – with my hearing aid – a computer I put inside my body –, I want to know that these technologies are not designed to keep secrets from me and prevent me from terminating processes on them that work against my interests.

Was das mit katzenessenden Menschen und dreirädrigen Bankräubern zu tun hat, könnt ihr hier nachhören:

Das Video von Cory Doctorow ist in zwei Formaten verfügbar.

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