Chaospatinnen – Mentoring for people visiting the Congress for the first time #30C3

English version below

Liebe am 30C3 interessierten Menschen, Außerirdische, Nerds und N00bs,

Du interessierst dich für Computer, Technik, Hacken und Netzpolitik? Du würdest gerne am 30C3 teilnehmen, weißt aber nicht genau, an wen du dich wenden kannst oder hast dich bisher noch nicht so richtig getraut? Du denkst, du bist eigentlich gar kein richtiger Hacker oder Programmiererin und hast Bedenken, ob du so gut zum 30C3 passt? Du würdest aber gerne lernen, wie man lötet, Roboter baut, programmiert, verschlüsselt oder Schlösser knackt?

Dann fühl dich herzlich willkommen auf dem Chaos Communication Congress und bei den Chaospatinnen! Du bist hier genau richtig. Wir möchten dich dazu ermuntern, dieses Jahr am 30C3 teilzunehmen und wollen dir dabei helfen, einen spannenden und schönen Aufenthalt zu haben. Eine oder einer unserer PatInnen wird dich an deinem ersten Tag willkommen heißen und dir das Gelände zeigen. Gemeinsam finden wir raus, wo es für dich interessante Workshops und Talks gibt und natürlich wo du Mate herbekommst. Einmal am Tag treffen sich die PatInnen und “Patenkinder” miteinander, wo sie sich gegenseitig kennenlernen und sich über den Congress, tolle Talks und ihre Interessen austauschen können. Auch im Vorfeld sind wir Ansprechpartnerinnen für deine Fragen. Egal, ob es dabei um generelle Unklarheiten, oder um deine Sorgen, Bedürfnisse oder Wünsche geht. Schick einfach eine Mail an chaospatinnen (at) lists.ccc.de und schreib uns, für welche Themen Du Dich interessierst, damit wir direkt Kontakt mit dir aufnehmen können. Wir freuen uns auf dich!

Wir wollen insbesondere Mädchen und Frauen dazu ermutigen, den 30C3 zu besuchen. Natürlich ist unser Angebot aber offen für alle.

Wir freuen uns auf dich!
Die Chaospatinnen

Link zum Projekt:
https://events.ccc.de/congress/2013/wiki/Projects:Chaospatinnen

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english version:

To all those interested in participating at the Congress for the first time

You are interested in technology, computers or net politics? However, you doubt whether you would fit into the Chaos Communication Congress, since you are neither a programmer nor an experienced hacker? But yet, you would love to learn about hacking, soldering, encryption, lockpicking or robots? 

Then you are more than welcome at the Chaos Communication Congress! We are convinced that this is just the right place for you and would like to encourage you to attend 30C3. Therefore we founded the Chaos Mentors. Feel free to contact us – we will welcome you on your first day and take you on a guided tour across the Congress area. Your mentor will assist you in finding workshops and talks that match your interests. You will also have the chance to meet other people who are visiting the Congress for the first time once a day in the Mentor Meeting. There we can chat about cool things we saw and interesting talks we want to visit.

During the congress, and beforehand, you can contact us in case you have any questions, concerns or needs. Write us an email at chaospatinnen (at) lists.ccc.de and tell us something about you and what your fields of interests are, so that one of our mentors can contact you directly.

We would like to encourage women and girls that are attending the Chaos Communication Congress for the first time, but of course we are open to everyone.

We are looking forward to you!

Yours,
the Chaos Mentors

Link to the project:
https://events.ccc.de/congress/2013/wiki/Projects:Chaospatinnen

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26 Responses to “Chaospatinnen – Mentoring for people visiting the Congress for the first time #30C3”

  1. Bernd Lauert says:

    Kackscheiße!! Frauen brauchen doch keine Hilfe, wenn das die Gutmenschen wieder sehen…

  2. Name (required) says:

    Chaospatinnen? Also nur für Frauen? Habe als Mann nicht weitergelesen.

    • dsjölfjsad says:

      Manchmal ist es von Vorteil, seinen Ärger für einen Moment zurückzustecken und bis zum Ende zu lesen. In diesem Fall wäre man dann auf Sätze, wie “Wir wollen insbesondere Mädchen und Frauen dazu ermutigen, den 30C3 zu besuchen. Natürlich ist unser Angebot aber offen für alle.” gestoßen… ;)

  3. Ben says:

    Wie kann ich mich als Pate engagieren? Läuft dies über das Engelsystem?

    • Martin says:

      Am einfachsten ist es wohl, wenn du direkt eine Mail an die Projektinitatoren schickst: chaospatinnen@lists.ccc.de

      • Ben says:

        Ich habe meine Frage hier gepostet, damit die Antwort auch öffentlich zugänglich ist. Ich bin ja sicher nicht der einzige, der sich diese Frage stellt ;-)

        • sva says:

          Das wird ziemlich sicher nicht übers Engelsystem organisiert, sage ich mal, da es einfach nur ein Projekt ist (so wie viele andere Projekte aufm Congress). Deswegen kann die Frage auch nur bei den Personen hinter der betreffenden Mailadresse abschliessend beantwortet werden :)
          Und dann kannste es ja hier posten, unter Absprache mit denen?

    • qwe says:

      Sind nur -innen. Männer nicht zugelassen.

  4. Anne says:

    Die Idee ist gut – aber könnt ihr bitte mal mit diesem dämlichen andauernden “innen” aufhören? Die englische Version ist viel angenehmer zu lesen, weil es da zum Glück keine “weibliche” Version von Wörtern gibt. “Mentors” schliesst Männlein wie Weiblein ein, ohne den Text zu verstümmeln – warum können wir uns nicht einfach auch im Deutschen darauf einigen? Ich fühle mich als Frau genauso mit eingeschlossen, wenn “Paten” als solche bezeichnet werden.

    Danke.

    • Stefanie says:

      Finde es gut, wenn Frauen explizit angesprochen werden, wenn sie auch gemeint sind.

      • bugmenot says:

        ich kann anne nur zustimmen! was wirklich toll wäre, wenn man diesen genderquatsch zumindest beim ccc endlich begraben könnte, richtig tief vergraben, damit es nie nie nie wieder zum vorschein kommt und man einfach ganz normal als menschen miteinander umgehen könnte ohne über irgendwelche geschlechter nachdenken zu müssen. das wäre mal ein echtes weihnachtswunder.

    • Arduina says:

      PatInnen ist logisch korrekt, da wir Paten und Patinnen haben. Aber für “Paten und Patinnen” bin ich zu faul. Ist doch super, wenn man das zusammenfassen kann!

      • nurhelfen says:

        Bin gerade übers Chaosradio auf den Beitrag gestoßen…

        ‘PatInnen’ = ‘Paten und Patinnen’? Hm sorry, das versteht kein aussenstehender. Ich z.B. war mir bis vor kurzem überhaupt nicht im klaren darüber, dass sich Menschen gedanken über so etwas machen und würde ‘PatInnen’ als Betonung von ‘die Paten sind ausschließlich Frauen’ lesen. (No offense.)

        • Trottelreiner says:

          Naja, nur war das Binnen-I eben kleingeschrieben, was für mich einen Service von Frauen für Frauen nahelegte.

          Ansonsten wären alle Zweideutigkeiten IMHO nur durch eine optionale geschlechtsneutrale Form für alle Nomen lösbar. Obwohl man dann zwischen “sowohl als auch”, der hier gemeinten Bedeutung und “weder noch” unterscheiden könnte, wobei letzteres dann wieder zwischen Asexuellen und den verschiedenen Arten von Intersexualität aufgedröselt werden könnte. Ach ja, genaugenommen könnte man auch “sowohl als auch” im Singular so interpretieren, das nur echte Hermaphroditen gemeint sind.

          Stelle ich mir im Deutschen etwas schwierig vor. Eventuell hätten agglutinierende Sprachen da weniger Probleme:

          http://de.wikipedia.org/wiki/Agglutinierender_Sprachbau

          Oder Kikuyu und ähnliche Sprachen mit umfangreicheren Klassifizierungen:

          http://en.wikipedia.org/wiki/Luganda#Noun_classes

          Ansonsten schließt “die Paten” für die meisten Katholiken eher ein Paar an, nämlich einen Mann und eine Frau. ;)

    • Patrick says:

      Ich bin bei nur einer männlichen Form inzwischen ziemlich irritiert, weil ich jedes Mal überlegen muss, ob nur wir Männer oder „alle“ gemeint sind.

      Ich finde, Anatol Stefanowitsch hat das Problem letztes Jahr ziemlich logisch (mit Perl-Implementierung! ;) ) erfasst:

      https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=pQiA8XymmKM#t=1893

    • Natanji says:

      Hey Anna,
      ich finde es blöd, dass dauernd Menschen anderen vorschreiben wollen, kein Binnen-I oder sonstige “Hacks” geschlechtergerechter Sprache zu verwenden.

      Ich stelle mich ja auch nicht hin und fordere von dir, dass du bitteschön in geschlchtergerechter Sprache zu schreiben hast. Bitte gestehe also anderen zu, dass sie so sprechen wie sie es für richtig halten.

      Ich traue dir so viel Grips zu, dass du selbst verstehst, warum es ziemlich Wurst ist ob du dich persönlich auch ohne explizite Ansprache mitgemeint fühlst. ;)

      • OhneNamen says:

        wow. ziemlich arrogant. aber hätte ich auch nicht anders erwartet… nevermind.

    • Heinz says:

      YMMD!

  5. I am n00b. says:

    Also ich finde n00b ziemlich unglücklich formuliert. Also die Idee ist unterstützenswert aber die bedachte Kommunikation ist halt mindestens so wichtig bei dem Thema.

    Zur Erinnerung was ein n00b ist bzw. sein soll bzw. gemeinhin drunter verstanden wird:
    http://www.urbandictionary.com/define.php?term=noob

  6. Reikschen says:

    mhhhh, kann man nicht einfach mal “Danke” sagen? Und zwar “DANKE” dass Ihr das macht und Euch darum kümmert.

    Für so einen nicht “Nerd” wie mich ist das ein tolles Angebot und eine schöne Idee mal vorbei zu schauen. Da ist die weibliche oder männliche Form doch völlig egal, zum Ende hin sind doch eh ALLE angesprochen.

    Vielen Dank für die Mühe^^

    • OhneNamen says:

      naja, ich persönlich kann es nicht mehr wirklich befürworten das immer mehr fachfremde leute zum kongress kommen, so als wäre das die CeBIT oder CES… das Ding hier ist mal nen’ fachkongress gewesen, aber spätestens seit letztem jahr, seit es Tickets im Überfluss zu geben scheint, tauchen immer mehr n00bs und andere laien auf. ich hatte letztes jahr mehrfach versucht mit random leuten über entsprechende fachthemen zu sprechen, aber die meisten hatten absolut kein plan von nix, das ist wirklich nervig und verschwendete zeit, schließlich besuche ich den kongress um mich mit der ‘fachwelt’ auszutauschen – was wie gesagt immer schwieriger wird… scheint aber niemanden wirklich zu interessieren. mehr verkaufte tickets verspechen ja auch mehr einnahmen, oder überhaupt einnahmen wenn was übrig bleibt. sehr sehr schade… aber da wir natürlich alle hardcore tolerant sind und mir niemand glauben wird, empfehle ich jedem dieses jahr mal im vorbeigehen genauer auf die notebookdisplays zu gucken. dann kann jeder selber sehen dass da überwiegend auf facebook gesurft und auf twitter getextet wird…

      • Trottelreiner says:

        Definiere Fachwelt. Diskussionen, ob brainfuck oder INTERCAL esoterischer ist? Unterschiede zwischen RC4 und Rabbit? Biotechnologische Produktion von Polymeren für 3D-Drucker? Wobei du selten Experten für alle diese Themen findest…

        Facebook und Twitter sind zunächst einmal Kommunikationswerkzeuge, und ich wäre irgendwie überrascht, wenn jemand auf dem Congress unfassende Webrecherchen vornimmt, das macht man lieber zu Hause, wenn das Arousal-Level niedriger ist und weniger als 10 Leute auf einmal reden. Auf dem Congress erwarte ich eher ein “he, du wolltest doch Metallteile formen, hier hat jemand ein interessantes Projekt, und da war gerade dieser Vortrag”. Daß das am Ende häufiger auf ein “OMG fefe hat gerade” hinausläuft, steht auf einem anderen Blatt, aber das Problem hast du auch mit der selbsternannten “Fachwelt”.

        Problematisch wird das Ganze, wenn die “Fachfremden” die Mehrheit stellen und zu starken Einfluß auf die Gestaltung nehmen oder eine “here we are now, entertain us”-Mentalität entwickeln, BTW, wird das Wort “Hipster” eigentlich noch nichtpejorativ verwendet?

        Ansonsten finde ich das ChaospatInnen-Projekt eine gute Idee, eventuelle könnte man ja eine kleine Doku über einzelne Fälle drehen, so als Gegenpol zu dem unsäglichen “Der Model und der Freak”. Schmale Hände sind gut beim Löten. ;)

  7. seidlieb says:

    http://tageshauschaos.blogspot.de/2013/01/mal-luft-machen-und-doch-danke-sagen.html

    Ich glaube das sollte sich der/die/das ein oder andere nochmal durchlesen. Ab dem 2. Drittel gehts dann auch wirklich mal los.

    Seid lieb <3

  8. Dirk says:

    Vielen Dank für diese Initiative!

    Ich bin sehr neugierig auf die Auswertung dieser Aktion nach dem Congress.

    Gruss,
    Dirk

  9. Marco says:

    Erstmal vielen Dank für diese Initiative.

    Allerdings verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Warum halten sich eigentlich alle (gefühlt) in letzter Zeit so sehr an Wortklauberein auf. Ich hab es auch so verstanden, dass alle gemeint sind und nicht nur Frauen.

    Sicher ist der Kongress eine “Fachtagung”, aber ging es nicht auch immer darum, neue Leute für Technik zu begeistern? Ich finde es sehr angenehm, dass man sich hier auch mal abseits von Unternehmensmarketingveranstaltungen (was für ein Wort) über Technik informieren und reinschnuppern kann.
    Ich selbst habe heute auch nicht mehr sooo viel mit Soft- und Hardwareentwicklung zu tun wie früher und kann in so manchem Bereich nicht mehr mit den “Jungen” mithalten. Bin ich deswegen jetzt auch fachfremd und darf nicht mehr kommen? Für mich ist der Kongress eine willkommene Gelegenheit mich wieder auf Stand zu bringen.

    Und was kann an einem Kongress falsch sein, auf dem selbst jemand wie meine Frau (verlinkt im Kommentar von seidlieb: http://tageshauschaos.blogspot.de/2013/01/mal-luft-machen-und-doch-danke-sagen.html) sich wohlfühlt? Oder wollen wir wieder zurück zu dem Kellerkinder-Image von früher? Ich finde eine gewisse Öffnung gut.

    Von daher, tolles Projekt. Danke dafür.